HSV trifft in Plettenberg auf Ferndorf

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Weil Oliver de Liello nach seiner roten Karte vorerst gesperrt ist, lastet die Hauptverantwortung in Bezug auf die Spielgestaltung bei der HSV Werdohl am Samstag auf den Schultern von Michel Lengelsen (im Gespräch mit Kai Henning)

WERDOHL/PLETTENBERG - Ob die HSV Werdohl/Versetal am Samstagabend schon einen Heimvorteil genießt, beim nach Plettenberg verlegten Verbandsliga-Heimspiel gegen den TuS Ferndorf II, bleibt abzuwarten. Klar ist: Ab 19 Uhr geht die Henning-Sieben in der Halle in Plettenberg-Böddinghausen auf Torejagd.

Von Heimvorteil zu sprechen, wäre aktuell wohl noch ein wenig verfrüht. Sollte die Fusion zwischen der HSV Werdohl/Versetal und der Handball-Abteilung des TuS Plettenberg „durchgewunken“ werden, wird sich im Laufe der Zeit die Halle in Plettenberg-Böddinghausen zu einer Heimspielhalle entwickeln. 

Immerhin herrschen in Böddinghausen reguläre Bedingungen. Am Köstersberg lässt der Boden eigentlich kein Meisterschaftsspiel zu, selbst das Training auf dem glatten Untergrund hinterlässt schon seine Spuren im Kader.

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Vorsicht ist geboten, die dünne Spielerdecke in der entscheidenden Phase der Saison darf Henning nicht überstrapazieren. „Man darf nicht außer Acht lassen, dass wir eigentlich seit Wochen unterbesetzt sind. Entsprechend hoch ist die Belastung bei denen, die spielen“, sagt Henning.

Gute Erinnerungen ans Hinspiel

An das Hinspiel in Kreuztal erinnert sich Henning gern: „Ein tolles Spiel. Da hat alles zusammengepasst. ‘Olli‘ (de Liello, Anm.) hat super die Fäden gezogen, ‘Jugo‘ (Lakic, Anm.) ein Bombenspiel gemacht“. Dass am Ende beim 29:26 für die HSV auch noch zwei Punkte für die Werdohler heraussprangen, ist ein netter Bonus für die außerordentliche Leistung im Siegerland gewesen.

„Unser bestes Spiel der ganzen Hinrunde“, bilanziert Henning, der nicht mal ansatzweise erahnen kann, mit was für einer Mannschaft er es heute Abend zu tun bekommt. „Eine Riesen-Wundertüte“, meint Henning hinsichtlich der möglichen Aufstellungen und taktischen Ausrichtungen der Ferndorfer. Die Erste des TuS läuft zeitgleich in Gladbeck auf. Dass die Youngster mit Doppelspielrecht in der Reserve auflaufen, scheint eher unwahrscheinlich. Ausgeschlossen ist das aber nicht, weiß der HSV-Coach.

Rätsel um Ferndorfer Taktik

Also könnten vermehrt die talentierten A-Jugendlichen zum Einsatz kommen. Das wiederum würde die taktische Ausrichtung beeinflussen. Mit einem 6:0- oder 5+1-System mit Manndecker für Bardischewski wie im Hinspiel muss Henning ebenos rechnen, wie mit einer 4+2-Formation oder ganz offensiven Ausrichtung. „Alles ist möglich. Darauf kann man sich nicht einstellen. Wir lassen uns mal überraschen“, meint Henning.

Weil Oliver de Liello nach der roten Karte mit Bericht gesperrt ist und Lohmann für die Reserve freigespielt wird, halten sich die Optionen in Grenzen. Steffen Fischer und Jugoslav Lakic werden sich auf jeden Fall aufwärmen. Selbst im Falle eines Einsatzes wäre das Duo noch nicht festgespielt und könnte am Donnerstag für die „Zweite“ auflaufen. Henning will abwarten, sehen wie sich das Spiel entwickelt und entsprechend reagieren. - Von Markus Jentzsch

HSV: Meckel, Griessl – Scheuermann, Bardischewski, Burzlaff, van der Hurk, Gurol, Scheerer, Lengelsen, Bluhm, Fischer, Lakic

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