HSV-Coach verteilt nach Sieg in Oberaden Sonderlob

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Der frühere Altenaer Martin Gerstberger nutzte gegen Oberaden seine Bewährungschance im HSV-Tor.

Werdohl - Unmittelbar vor dem Anpfiff hatte Friedhelm Ziel, Coach des Handball-Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl, noch abgewunken: In Anbetracht der langen Verletzungsliste hielt er einen Erfolg für seine Rumpfmannschaft gegen den SuS Oberaden für nahezu unmöglich.

Doch das mit Spielern aus der Kreisliga komplettierte Team besaß gegen die sogenannten Kobras ein Gegengift: „Wie die Mannschaft die Abläufe des Gegners in den Griff bekommen hat, war schon beeindruckend. Das war richtig gute Defensivarbeit“, äußerte Ziel. 

Gleich dreimal verteilte der Coach ein Sonderlob: Lakic habe sehr schlau und mit viel Routine gespielt, Lengelsen überragende Durchsetzungskraft bewiesen und Torwart Gerstberger die Mannschaft im Spiel gehalten. 

Während das Feldspieler-Duo schon häufiger in der Saison seine Klasse bewiesen hatte, war die Leistung des Schlussmannes etwas überraschender, so wie der 26:24-Sieg in der Sporthalle am Römerberg. Die bislang eher selten zum Einsatz gekommene etatmäßige Nummer Zwei stellte unter Beweis, dass sie hinter Stammtorwart Meckel eher eine 1b ist. 

„Martin ist der fleißigste im Training und hat bei kaum einer Einheit gefehlt, sich diese Entwicklung selbst erarbeitet und den Einsatz von Beginn an verdient“, äußerte Trainer Ziel und verwies auf sein elektronisch geführtes Trainingsbuch, in dem Gerstberger die beste Quote im gesamten HSV-Kader vorweist. 

Neben einigen guten Standardreaktionen zeigte der Torwart vier überragende Paraden: Im direkten Duell gegen die SuS-Akteure Roth, Herold war er auf dem Posten und erahnte in zwei Situationen gegen Stennei dessen Wurfschema. Wären diese vier Glanztaten nicht gewesen, hätte die HSV nach 20 Minuten vermutlich mit acht Toren zurückgelegen. 

Der Wegbereiter des HSV-Coups blieb nach dem Abpfiff bescheiden und würdigte die Leistung seiner Teamkollegen: „Dominic war richtig stark und hat auch gut reagiert. Er leitet die Gegenstöße einfach klasse ein, daran muss ich noch arbeiten. Insgesamt haben wir als Mannschaft überzeugt.“ Auch Trainer Ziel stellte nach dem Abpfiff fest, was mannschaftliche Geschlossenheit und Zusammenhalt bewirken können. 

Zum Team gehörten auch die verletzten Spieler Björn Traumüller (Kreuzbandriss) und Markus Bluhm (Arthrose in beiden Sprunggelenken), die auf der Tribüne im lautstarken Anhang die Daumen drückten und das auch zum Heimkehraus am kommenden Samstag gegen Senden wiederholen wollen. Mit der Rückkehr der beiden auf den Hallenboden wird es wohl erst im Laufe der nächsten Saison etwas werden.

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