Handball-Verbandsliga

Dragons-Reserve stößt den Bock um

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Sieben Treffer beim Heimsieg gegen die PSV Recklinghausen, dem ersten Saisonsieg für die SGSH Dragons II: Benno Walter.

Halver - Der Knoten ist geplatzt: Beim 26:25 (14:13) gegen die PSV Recklinghausen feierte die Verbandsliga-Reserve der SGSH Dragons am Samstag im sechsten Saisonspiel das erste Erfolgserlebnis. Ein Sieg, der am Ende völlig unnötigerweise am seidenen Faden hing.

Matchwinner auf der Zielgeraden der Partie war einer, der eigentlich seine Heimat in der A-Jugend hat: Fünf Versuche, fünf Tore in den letzten 22 Minuten - der Auftritt des gerade 17 Jahre alt gewordenen Finn Schnepper auf der rechten Außenbahn hinterließ Eindruck in einer Partie, in der ansonsten vieles auf beiden Seiten bieder und fehlerbehaftet war.

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen mit gefälligen Offensiv-Leistungen (bei den Dragons ragte dabei Benno Walter heraus) - auch deshalb, weil beide Abwehrformationen im Bemühen ums Toreverhindern die letzte Konsequenz vermissen ließen. Luca Jannack im Dragons-Tor hatte ganz starke Szenen in 1:1-Situationen, war aber gegen den PSV-Rückraum ein alleine Gelassener ohne Fortune.

Richtungsweisend waren zwei Situationen für den weiteren Verlauf: Zum einen brachte Mark Dragunski in seiner Auszeit (26.) Jannik Landwehr und stellte damit die Deckung auf ein 5+1-System um. Das schmeckte dem Gast bis zum Ende gar nicht. Das wiederum hing auch damit zusammen, dass Justin Wiggershaus den bis dahin dreimal erfolgreichen Simon Berg nach 20 Minuten so rustikal aus der Luft geholt hatte, dass der 18-Jährige aufgrund einer Rückenverletzung nicht weiterspielen konnte. Seine Schnelligkeit fehlte fortan dem PSV-Rückraum gegen die offene Abwehr.

Die Dragons nutzten dies nach dem Wechsel, um nach einem Schnepper-Doppelschlag immerhin bis auf 20:16 davonzuziehen (38.). Die PSV-Coaches Brannekämper und Pieper reagierten, brachten im Tor Stamatis Papaioannou. Der hielt seinen Kasten fortan zehn Minuten sauber. Gegen einen Gast mit Torwartleistung hatten es die Dragons nun viel schwerer. Aus dem 20:16 wurde ein 20:21 (46.). Doch auf der Zielgeraden machte das ebenfalls sehr junge Gästeteam zu viele Fehler, während die Gastgeber nun über die Außenpositionen (Lux und Schnepper/3) die PSV-Abwehr knackten.

Beim 26:22 (57.) schien das Fell des Bären verteilt. Es passte gut zum Spiel, dass dies aber noch gar nicht so war. Den Sieg vor Augen, warf das Dragunski-Team nun dreimal den Ball viel zu leicht weg. Als Markus Kleine auf 26:25 verkürzte, waren noch 34 Sekunden auf der Uhr. Und tatsächlich bekam die PSV noch eine letzte Chance auf den Ausgleich - den Wurfversucht von Yannis Grasediek in der Schluss-Sekunde fälschte der Dragons-Block aber übers Tor ab. Und danach durfte gefeiert werden…

Beste Dragons-Werfer: Walter (7/1), Schnepper (5); beste PSV-Werfer: Grasediek (5), Strotmann (4)

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