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Hochverdiente Bonuspunkte für die SGSH-Reserve

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Von: Axel Meyrich

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Handball-Verbandsliga: SGSH Dragons II
So sehen Sieger aus: Die SGSH-Reserve feiert den 36:32-Erfolg über den TuS Hattingen. © Axel Meyrich

Während das Team ausgelassen feierte, musste Trainer Mark Dragunski erstmal tief durchatmen. „Heute hat es funktioniert“, bilanzierte der Ex-Nationalspieler auf der Bank von Handball-Verbandsligist SGSH Dragons II nach dem 36:32 (15:13)-Sieg seiner blutjungen Truppe gegen den ambitionierten TuS Hattingen.

Halver - Es war ein Sieg nicht gegen irgendwen. Die Mannschaft von Kai Henning zählt zum Kreis der Aufstiegsfavoriten in der Liga, musste in Halver zwar auf mehrere Leistungsträger verzichten, doch – das hatte Kai Henning schon vor dem Anpfiff klar gestellt – „als Entschuldigung darf das bei unserem großen Kader nicht gelten.“

Vorab sei gesagt: Beide Mannschaften lieferten sich ein richtig gut anzuschauendes Verbandsliga-Spiel. Das Tempo: hoch. Die Emotionen: auf ähnlichem Niveau. Und in den Anfangsminuten wurde den 100 Zuschauern – so denn auf Seiten der Gastgeber – durchaus etwas mulmig. Keine drei Minuten waren gespielt, da lagen die Dragons schon mit 0:3 im Hintertreffen, wurden vom TuS förmlich überrannt. Doch die Hausherren passten sich zügig an. Mit einer guten Abwehr, hinter der mit dem A-Jugendlichen Michal Gorlas ein starker Keeper stand, kämpfte sich die Dragunski-Sieben ins Spiel zurück. Über weite Strecken agierten die Gastgeber mit gleich drei U19-Akteuren auf der Platte, die – angeführt vom zwölffachen Torschützen Arvid Dragunski – immer wieder Akzente setzten. Ohnehin galt an diesem Tag: Es gab keine Ausfälle bei der SGSH, die von allen Positionen torgefährlich war. Hattingen hielt – natürlich – dagegen. Vor allem über den Kreis lief es sehr ansehnlich, immens hohes Tempo gingen beide Mannschaften beinahe über die gesamte Distanz.

Dragons mit drei A-Jugendlichen auf der Platte

Die Dragons, und das war an diesem Tag der Unterschied, traten dabei kompakter auf. Plate, Lüsebrink und Börner erhöhten schon kurz nach Wiederanpfiff der sicheren Unparteiischen Bendel/Dodt auf 19:14, kurz darauf begannen die SGSH-Youngster allerdings zu überpacen. Anstatt angesichts des 5-Tore-Vorsprungs kurz das Tempo zu drosseln, wurde weiter Vollgas gespielt, häuften sich die Fehler. Hattingen verkürzte bis auf 21:19, stellte um auf eine offensive 5:1-Abwehr, später gar auf doppelte Manndeckung (gegen Dragunski und Börner).

Allein: Dieses Mal schüttelten sich die Dragons kurz und zogen dann wieder bis auf (29:22/Börner/48.) davon. Die Entscheidung? – Nein. Hattingen bewies abermals Moral, kam durch Gusewski bis auf 31:29/55. heran, aber dann lief Michal Gorlas zwischen den SGSH-Pfosten endgültig heiß. Der Youngster parierte dreimal und vorne machten Dragunski (3) sowie Plate alles klar für die Dragons, die schon vor dem Abpfiff ihren Sieg frenetisch feierten, während Mark Dragunski in der äußersten Hallenecke kurz in sich ging und dann zu der Erkenntnis gelangt sein dürfte, dass er stolz sein konnte auf seine junge Truppe...

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