Handball-Verbandsliga

Dragons II mit Fortuna im Bunde zu zwei ganz wichtigen Punkten

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Die RSV-Youngster völlig konsterniert am Boden, die SGSH-Spieler feiernd: Die Dragons-Reserve gewann beim Schlusslicht 29:28, allerdings sehr, sehr glücklich...

Siegen - Mit einem blauen Auge kam Handball-Verbandsligist SGSH Dragons II am Samstagabend im Kellerduell beim Schlusslicht RSVE Siegen davon, gewann maximal glücklich 29:28 (13:16) und ließ einen konsternierten Gastgeber zurück.

Der SGSH-Auftritt in der harzfreien Richerfeldhalle in Eiserfeld war einer, bei dem die Moral herhalten musste auf der Suche nach positiven Aspekten. „Wir sind nach vier Toren Rückstand zurückgekommen“, sagte Trainer Mark Dragunski, „die Moral stimmt. Und wir haben am Ende die zwei Punkte, der Rest ist heute egal…“

In der ersten Halbzeit enttäuschte der Gast vor allem in der Abwehr. Im Hinspiel am Löh hatte der RSV 18 Tore erzielt, neun davon Tim Kolb, der diesmal nicht einmal dabei war. Doch das blutjunge Ensemble von Caslav Dincic kreuzte, kreuzte und kreuzte vor der Dragons-Deckung herum, bis die Gäste irgendeine Lücke anboten, meist groß wie ein Scheunentor. Dazu kam eine sehr durchwachsene Torwartleistung von Luca Jannack, der angesichts des Ausfalls von Marcel Kämmerer trotzdem durchspielte und am Ende mit seinen finalen Paraden noch zum entscheidenden Faktor werden sollte.

Das 16:13 zur Pause war für die Gastgeber hochverdient. Nach dem Wechsel verkürzte der Tabellenvorletzte auf 17:16 (33.), verlor dann Jan Micus (34., 3. Zeitstrafe) und ließ die Eiserfelder nochmals auf 24:20 davonziehen. Eine einfache Manndeckung war dann der Schlüssel zur Wende. Die RSV-Youngster reagierten auf die neue Spielsituation mit Verunsicherung und vielen leichten Fehlern.

Letzter RSV-Wurf landet am Innenpfosten

Beim 24:25 (51., Geitmann) führte erstmals seit dem 1:2 wieder die SGSH, die nun in Benno Walter ihren absoluten Aktivposten hatte. Die Schlussphase wurde gleichwohl zum reinen Nervenspiel. Beide Teams brachten es nun nicht mehr fertig, Angriffe sauber auszuspielen. Es war ein Fehlerfestival der besonderen Art.

Beim 27:26 (58.) führte letztmals der RSV, nach dem 27:27 gelang Luca Jannack in Überzahl per Empty-net-goal das 27:28. Die Gastgeber glichen durch Bohne nochmals aus und gingen in Überzahl in die letzten 45 Sekunden. Doch Julius Wallmann tankte sich durch, machte zehn Sekunden vor dem Ende das 28:29, und im Gegenzug traf Kieren Wied in der letzten Sekunde nur den Innenpfosten. Der Rest war SGSH-Jubel. Zumindest der fiel standesgemäß aus.

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