Blessuren bremsen HSV vorerst aus

Nach dem letztlich souverän herausgespielten Erfolg gegen den TuS Bommern sind mehrere Akteure der HSV Plettenberg/Werdohl angeschlagen – auch Pierre van der Hurk – und erschweren Coach Friedhelm Ziel damit die Trainingsplanung. Foto: Jentzsch

Werdohl - Ein Spieltag mit einigen Überraschungen liegt hinter den Akteuren in der Handball-Verbandsliga. „Eines hat das Wochenende mal wieder gezeigt: Dass die Liga unglaublich ausgeglichen ist – vielleicht mit Ausnahme der Top Drei“, beschreibt Friedhelm Ziel, Trainer der HSV Plettenberg/Werdohl, den neunten von 26 Spieltagen.

Siegens Heimniederlage gegen Bergkamen mögen viele zu den unplanmäßigen Ereignissen zählen, Ziel weiß jedoch, dass die Bergkamener durchaus für einen Sieg gegen einen der Titelkandidaten gut sind. Tatsächlich überraschend waren hingegen die Siege von Hattingen gegen Senden (30:26), von Recklinghausen gegen Westerholt (35:32) und Hernes „Demontage“ des SuS Oberaden (35:26).

Und diese Ergebnisse machen deutlich, dass in der Verbandsliga Kleinigkeiten über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. An diesen Kleinigkeiten arbeitet Friedhelm Ziel von Woche zu Woche, wird aktuell aber von schlechten Rahmenbedingungen ausgebremst. Die zwei Wochen bis zum nächsten Spiel in Senden würde der HSV-Coach gerne nutzen, um richtig hart zu arbeiten.

Stattdessen steht Wunden lecken auf dem Programm. Oliver de Liello ist angeschlagen, ebenso wie Jugoslav Lakic. Beide konnte Ziel gegen Bommern schonen. In der Halbzeit kam dann auch noch Pierre van der Hurk mit der Mitteilung, es würde zwicken. Anders als Tobias Scharpe, dem das Knie wegknickte, hielt van der Hurk durch. Befürchtungen, es könne sich um einen Kreuzbandriss handeln, bestätigten sich nicht. Ob und wie lange Nachwuchstalent Scharpe ausfällt, ist unklar. Markus Bluhm pausiert mit Muskelfaserriss – und schon ist dem Trainer die Grundlage zweier vielversprechender Trainingswochen geraubt worden.

„Gute Leistungen kommen auf fittem Körper“

„Gute Leistungen kommen aus einem fitten Körper“, sagt der Trainingsfanatiker, der weiß, wie eng Fitness und Erfolg zusammenhängen. Zur Erklärung zieht der HSV-Coach die Saisonvorbereitung heran. „In dieser Phase haben wir viel an unserer Fitness gearbeitet und relativ wenig mit dem Ball gemacht. In den Spielen haben wir trotzdem überzeugt. Das zeigt, was möglich ist, wenn der Körper austrainiert ist“, macht Ziel klar.

Noch vier Punkte in restlichen Hinrunden-Spielen

Gegen Bommern hat die HSV Plettenberg/Werdohl bewiesen, dass sie zu den Mittelfeld-Teams gehört und es Bommern schwer haben wird. Das Punktekonto der HSV ist wieder ausgeglichen, ein Zustand, den Ziel kompensieren möchte. „20 Punkte werden am Ende aufgrund der Ausgeglichenheit wahrscheinlich nicht zum Klassenerhalt reichen“, rechnet der HSV-Trainer vor und peilt bis zum Ende der Hinrunde, nach dem Spiel am 19. Dezember gegen Dortmund, noch vier Punkte an.

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