HSV verabschiedet Spieler und plant den neuen Kader

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Der HSV-Vorstand verabschiedete im Rahmen des Haltern-Spiels die Akteure, die in der neuen Saison nicht mehr zum Kader der Verbandsliga-Mannschaft gehören werden.

Plettenberg - Letztes Heimspiel, 27:27 gegen Haltern-Sythen. Ein Ergebnis für die Chronik. Wichtiger ist jedoch, wohin die Reise gehen wird. Denn im Rahmen des vorletzten Spieltags in der Handball-Verbandsliga nutzte der Vorstand der HSV Plettenberg/Werdohl die Gelegenheit, sich bei den ausscheidenden Spielern zu bedanken.

Aus dem Kreis der ersten Mannschaft verabschieden sich gleich fünf Akteure. Marc Bardischewski wechselt bekanntlich zu Eintracht Hagen. Jugoslav Lakic beendet seine lange Karriere im HSV-Dress, während Jens Burzlaff Trainer des A-Liga-Teams wird. Tarek Alissa muss aus beruflichen Gründen passen, Markus Bluhm aus gesundheitlichen. 

Einen Spieltag vor dem Ende der Saison sind jedoch keine weiteren Neuverpflichtungen neben Torwart Max Bergner in Sicht. Eine bescheidene Situation, in der die Lennetaler stecken. Der Sportliche Leiter Dirk Schulte sagt: „Gefühlt haben wir bisher mit 25 potenziellen Kandidaten gesprochen. So schwer wie in diesem Jahr war es noch nie.“ 

Fakt ist, die HSV benötigt einen Plan B. Spieler aus den eigenen Reihen wären eine Option. Routinier Gerd Sowa scheint ein Kandidat für die Außenbahn zu sein, hat gegen Oberaden und jetzt Haltern vielversprechende Leistungen gezeigt. Er gehört zwar nicht mehr in die Schublade mit den Talenten, bringt aber Fitness, den Willen und Erfahrung mit. 

Der Vorstand hatte im Vorfeld der Spielersuche Anforderungsprofile formuliert, muss sie aber der neuen Situation anpassen. Neben Sowa scheint sich auch Rückkehrer Christoph Kämper zu etablieren. 

Schwieriger wird es im Rückraum, wo Bardischewski und Bluhm große Lücken hinterlassen. In diesem Zusammenhang sind Namen wie Florian Sommer und Maximilian Rose aus der Reserve gefallen. In den nächsten zwei bis drei Wochen, so ist der Plan, soll das Konzept konkretisiert werden, erklärt Schulte – mit oder ohne externe Neuzugänge. 

Die geografische Lage des Vereins scheint das größte Problem zu sein. Viele Kandidaten von außerhalb stellten der Mannschaft und Vereinsführung ein gutes Zeugnis aus, scheuen jedoch den Aufwand für die Fahrten. Zudem seien viele Talente aus dem Umkreis zu sehr in ihren Stammvereinen verwurzelt, verrät der Sportliche Leiter. 

Gegen Haltern-Sythen hat die Mannschaft jedenfalls bewiesen, dass in ihr genügend Verbandsliga-Potenzial steckt. „Wir haben den Faden verloren und zu wenig getan. Dann ging die Spannung flöten. Nur deshalb konnte Halten wegziehen“, analysierte Trainer Friedhelm Ziel, durfte dann aber beobachten, wie sich sein Team aus eigener Kraft auf dem Loch herauskämpfte. „Vielleicht wäre Michel Lengelsen eine Option für die Shooterposition im linken Rückraum“, spekuliert Ziel.

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