Handball: Verbandsliga

Wichtiges Zeichen im Abstiegskampf

+
Es wäre schön, wenn wir den Schwung auch in die kommenden Spiele mitnehmen könnten“, hofft HSV-Coach Kai Henning (hier im Gespräch mit Rückraumspieler van der Hurk).

Werdohl - Eine große Überraschung war der Punktgewinn der HSV Plettenberg/Werdohl am Freitagabend beim Tabellenzweiten der Handball-Verbandsliga, OSC Dortmund.

Und dennoch war er laut HSV-Trainer Kai Henning hochverdient: „Wir haben die Spannung einfach bis zum Ende hochgehalten. Es war atemberaubend. Ich selbst stand derartig unter Strom, dass es sich für mich nach dem Spiel anfühlte als hätte ich selbst gespielt“, gewährte Henning einen Einblick in seine Gefühlswelt. Und wahrlich: Es war ein regelrechter Krimi, den die etwa 80 Zuschauer am Hacheney verfolgten. 

Mehr als einen Zwei-Tore-Vorsprung hatte sich keines der beiden Teams erspielt. Stattdessen lief ein 60-minütiger Schlagabtausch mit einem dramatischen Höhepunkt am Ende: Ex-Werdohler Marc Bardischewski, der zuvor alle vier Versuche von der Markierung im Tor untergebracht hatte, scheiterte beim letzten Siebenmeter am herausragenden HSV-Keeper Rico Witt. 

„Das war vor allem ein grandioses Spiel der Torhüter auf beiden Seiten“, schwärmte Henning. Doch nicht nur die Torhüter erwiesen sich als äußerst formstark, denn der HSV-Coach lobte auch den starken Teamgeist und die genaue Umsetzung der taktischen Vorgaben durch seine Feldspieler. 

Mit einer aggressiven 5:1-Deckung – in der entweder Krpacic oder Winkelsträter vorgezogen agierten – hemmten sie den wurfstarken Rückraum der Dortmunder. Nur Bardischewski bekamen die Henning-Schützlinge nicht wirklich in den Griff. 

Doch bei aller Euphorie der Lennestädter über das gleichsam überraschende wie verdiente Unentschieden, ist es laut Henning wichtig, sich weiter auf den Klassenerhalt zu konzentrieren. Weil fast alle Tabellennachbarn patzten (TV Halingen, PSV Recklinghausen und SV Westerholt), kletterte die HSV in der Tabelle um drei Plätze nach oben und verließ damit die Abstiegsränge vorerst. 

Am Freitagabend – schon wieder ein vorgezogenes Spiel – erwartet sie vor heimischer Kulisse mit der Reserve vom VfL Eintracht Hagen allerdings das nächste Liga-Schwergewicht, das nach einem 37:23-Sieg gegen Teutonia Riemke ebenfalls starken Rückenwind mit in die Halle am Riesei mitbringen wird.

„Das Spiel in Dortmund war ein richtiges und wichtiges Zeichen im Abstiegskampf. Es wäre schön, wenn wir den Schwung auch in die kommenden Spiele mitnehmen könnten“, hofft Henning. 

Auf die Abstiegsplätze hat die HSV zwar durch den Erfolg in Dortmund einen Punkt Abstand gewonnen, doch bleibt der Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Verbandsliga weiter spannend. Zwischen Rang zehn und 14 liegen gerade einmal zwei Punkte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare