Handball-Verbandsliga

Keine Relegation: HSV steigt freiwillig ab

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"Wir haben zwar unser Minimalziel Relegation erreicht, uns aber nach vielen intensiven Gesprächen, teilweise auch kontroversen Diskussionen, für den Verzicht auf die Relegation entschieden", sagte Alexander Griessl.

Plettenberg - Das letzte reguläre Heimspiel, ein 26:37 (15:17) gegen den TuS Bommern, war auch tatsächlich die vorerst letzte Begegnung der HSV Plettenberg/Werdohl in der Verbandsliga. Denn: Die Lennetaler verzichten auf die Relegationsspiele gegen die Ahlener SG II und steigen als Vorletzter freiwillig in die Landesliga ab.

Nach dem Abpfiff der Partie gegen Bommern, die in der zweiten Halbzeit noch einmal deutlich machte, dass die HSV selbst im Fall des nachträglichen Ligaerhalts auch in der kommenden Spielzeit abermals nur gegen den Abstieg spielen würde, informierte Vorsitzender Alexander Griessl die Zuschauer in der Böddinghauser Halle über den intern schon vor einigen Wochen beschlossen Schritt, es künftig eine Klasse tiefer anzugehen. 

"Wir haben zwar unser Minimalziel Relegation erreicht, uns aber nach vielen intensiven Gesprächen, teilweise auch kontroversen Diskussionen, für den Verzicht auf die Relegation entschieden", sagte Griessl, der betonte, dass Vorstand, Trainer Kai Henning und die Mannschaft gemeinsam zu diesem Ergebnis gekommen seien. Team und Coach hatten während der Ansprache Griessls hinter ihm Aufstellung genommen, demonstrierten damit den Schulterschluss. 

Künftig, so Griessl weiter, wolle man sich bei der HSV noch stärker auf die eigene Jugend fokussieren und den Nachwuchskräften die Chance geben, sich in der ersten Mannschaft zu bewähren. Dafür eigne sich die Landesliga besser als die Verbandsliga, ist man überzeugt. Es gelte, der starken männlichen Jugend im B- und C-Juniorenbereich diese Perspektiven aufzuzeigen und die Talente gezielt zu fördern. "Wir werden in der Landesliga eine tolle Mannschaft haben, freuen uns dort auf die Derbys und wollen unseren treuen Zuschauern erfolgreichen Handball bei guter Stimmung in der Halle zeigen, Ich hoffe, ihr tragt den Neuanfang mit", schloss Griessl und erntete den Applaus des Publikums. Kritische Stimmen oder gar Missfallensbekundungen waren nicht zu vernehmen.

"Wir krebsen seit Monaten am Limit herum. Ich bin froh, dass das Kapitel abgeschlossen ist und dass das Publikum die Entscheidung honoriert hat", zeigte sich Trainer Kai Henning erleichtert. "In der Landesliga werden wir keinen Druck haben und vor allem die Zeit zum Neuaufbau. Deshalb mache ich auch trotz des Abstiegs weiter und freue mich über das Vertrauen des Vorstands", so Henning weiter. Der Coach machte deutlich, dass die HSV selbst als Zwölfter den Schritt nach unten gegangen wäre. "Wir wollen wieder Spaß und nicht permanenten Stress haben. Die Verbandsliga sollte aber für die Zukunft irgendwann wieder das Ziel sein."

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