Fenner verpasst beim Favoriten den Ausgleich

Die HSV Werdohl verlor in Dortmund unglücklich.

Dortmund -  Das Duell bisheriger Tabellenzweiter gegen Tabellenvorletzter versprach von der Papierform her eine klare Sache zu werden, doch so kam es am Freitagabend nicht: Nur hauchdünn 26:25 (14:11) setzte sich der OSC Dortmund gegen die HSV Plettenberg/Werdohl durch, übernahm damit vorerst wieder die Spitze des Verbandsliga-Klassements.

Von Axel Krüger

Furios und mit viel Tempo in seinen Aktionen hatte der Gast noch begonnen, legte schnell eine 3:0-Führung vor (4.). In diesem Stil ging es allerdings nicht weiter. Während Bardischewski mit seinen Abschlüssen gegen die 1:5-Deckung zu oft erfolglos blieb, fanden die Bierstädter über Schürmann immer besser ins Spiel. Der Rückraum-Halbe düpierte die HSV-Defensive ein ums andere Mal, hatte bis zum 7:3 (12.) bereits viermal getroffen. Zehn Minuten später hatte das Stoschek-Team seinen Vorsprung gar auf 11:6 ausgebaut, die Ziel-Schützlinge drohten den Anschluss zu verlieren. Eine erste Überzahl nutzte der Gast aber gleich zu drei Treffern in Serie, wenig später verkürzte Burzlaff gar auf 10:11 (25.). Doch der Höhenflug war nur von kurzer Dauer, denn bis zum Seitenwechsel war der OSC wieder auf drei Tore davongezogen.

Doch geschlagen gaben sich die Gäste noch längst nicht. Wie zu Beginn über viel Tempo war der Anschluss beim 13:14 schnell wieder hergestellt. Fortan entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Bierstädter eine knappe Führung allerdings nie aus den Händen gaben. Denn immer dann, wenn Bardischewski und Co. drauf und dran waren, den Ausgleich erzielen zu können, bremste ein Fehlwurf oder technischer Fehler die Ziel-Schützlinge aus.

So steuerte die Begegnung auf eine spannende Schlussphase zu, in der auch Lengelsen immer besser traf. Als er 70 Sekunden vor dem Ende zum 25:26 verkürzte und die HSV bis zur Schlusssirene in Überzahl agieren konnte, lag die Überraschung mit wenigstens einem Teilerfolg in der Luft. Sechs Sekunden waren noch zu spielen, als de Liello den Ball zu Fenner passte, doch der traf von Rechtsaußen nur den Pfosten.

OSC: Brüske, Stumpf (n.e.) – Schürmann (11/4), Goracay (1), Hümmecke (3), Schmitz (3), Bonkowski, Bekston (4), Lichte (2), Polinski (2), Lepine (1), Merschmann, Kreft

HSV: Meckel, Schmale (n.e.) – Fenner (1), Alissa (1), Lakic (1), Lengelsen (5), de Liello (4), Scheuermann (1), Bardischewski (9/2), Winkelsträter, Burzlaff (3), Scheerer

Schiedsrichter: Günay/Krebs (Waltrop/Herne)

Zeitstrafen: OSC 4, HSV 4

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