Handball-Verbandsliga

HSV schießt am Freitag ins Blaue

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Ein starkes Kreisläuferspiel zeichnet den HC TuRa Bergkamen aus. Die HSV Plettenberg/Werdohl möchte heute Abend in Person von Nils Scheuermann, hier gegen Hattingen Jonas Kilfitt, gegenhalten. 

Plettenberg - Zehn Heimsiege, zwei Auswärtssiege – die Bilanz der beiden ersten Spieltage in der Handball-Verbandsliga zeigt, dass das Heimrecht und die Unterstützung der eigenen Fans einen Vorteil bedeuten. Und diesen Vorteil möchte die HSV Plettenberg/Werdohl am Freitag (Anwurf 20 Uhr) in Böddinghausen gegen den HC TuRa Bergkamen nutzen.

Die Gäste aus dem Osten des Reviers gehören zu den drei Teams, deren Weste noch unbefleckt ist. Allerdings hat die Sieben von Trainer Thomas Rycharski erst eine Begegnung absolviert. Das Heimspiel gegen die PSV Recklinghausen wurde 27:24 gewonnen. Nur beim 1:1 kam die PSV einmal zum Ausgleich, danach bestimmte Bergkamen die Partie, hatte in Kreisläufer Kevin Saarbeck (8) den herausragenden Akteur. 

„Es wird schwierig. Wir schießen heute ins Blaue, denn von Bergkamen kenne ich nur wenige Spieler“, bekennt HSV-Trainer Kai Henning. Vergleiche in der vergangenen Saison gab es nicht, denn Bergkamen spielte da in der Staffel 1 der Verbandsliga, wurde dort Siebter und kehrte nun in die Staffel 2 zurück. Neuzugänge gab es deren drei: Dariusz Nowaczyk und Lars Kröllken wechselten im Sommer aus Recklinghausen an den Friedrichsberg. von Eintracht Overberge kam Christopher Müller. „Sie haben große, wurfstarke Leute und ein gutes Kreisläuferspiel, stehen ähnlich wie Halingen kompakt in der Deckung“, weiß Henning. 

„Und Trainer Rycharski ist ein erfahrener Mann, der auch selbst noch mitwirken könnte.“ Der 35-jährige gebürtige Pole spielte neun Jahre für den ASV Hamm-Westfalen (2. Bundesliga) und die HSG Ahlen-Hamm (1. Bundesliga) und übernahm Bergkamen 2014 als Spielertrainer. Ein gesicherter Mittelfeldplatz ist das Saisonziel, Kai Henning erwartet den HC TuRa unter den ersten Sechs. 

Halingens Kompaktheit konnte die HSV vor zwei Wochen locker aufbrechen, erzielte beim Auftaktsieg 33 Treffer. Auch die Ausbeute der Offensive bei der knappen 28:29-Niederlage in Hattingen war ordentlich. Insofern gilt das Hauptaugenmerk dem Deckungsverhalten und der Vermeidung einfacher Fehler. Mit der Trainingswoche zeigte sich Henning sehr zufrieden: „Am Montag haben wir Regeneration betrieben, am Dienstag dann gut trainiert. Das war gut anzuschauen.“ „Fleißig Punkte sammeln“, hat der HSV-Coach gerade für die erste Serie als Ziel ausgegeben. 

„Die Rückrunde wird sicherlich schwerer, da werden die Beine müder. Aber wir arbeiten daran, dass das besser wird.“ Den Leistungsträgern die nötigen Pausen im Spiel zu gönnen, ist deshalb eine wichtige Maßnahme. Dazu braucht es Alternativen auf allen Positionen. Ausfälle sind kontraproduktiv. Fehlen könnte heute erneut Torben Höft, der sich eine Fußverletzung zugezogen hat und schon in Hattingen nicht dabei war. Jugoslav Lakic hat Achillessehnenbeschwerden. „Er wird sich aber in den Dienst der Mannschaft stellen“, ist Henning überzeugt. 

Und da wäre noch Youngster Fabian Gerth, der im ersten Verbandsligaspiel vor „seinem“ Plettenberger Publikum Einsatzzeit bekommen wird. Henning: „Er macht seinen Weg, nimmt alles an und auf, ist sehr engagiert und kann in diesen Spielen nur lernen.“

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