Handball-Verbandsliga

Dragons-Jubel im Derby am Riesei

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Grenzenloser Dragons-Jubel, bedienter HSV - die Szenerie nach der Schluss-Sirene im Verbandsliga-Derby am Riesei.

Werdohl – Derbyzeit am Riesei: Was das Aufeinandertreffen der HSV Plettenberg/Werdohl und der SGSH Dragons II in der Handball-Verbandsliga im Vorfeld versprochen hatte, es war am Samstagabend auch eingetreten. Die Partie entwickelte sich zu einem wahren Thriller – mit einem positiven Ende für die Drachen von der Volme. Sie setzten sich gegen die Hausherren glücklich 23:22 durch.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gäste. Das Team von Mark Dragunski und Alexander Druskus agierte mit einer offensiv interpretierten 5:1-Deckung und lähmte damit das Aufbauspiel von Lengelsen, Traumüller und Co. Einzig Pierre Van der Hurk sorgte in den ersten zehn Minuten für Gefahr aus dem Rückraum. Über ein 1:3 (5.) und 3:5 (11.) bauten die Drachen ihren Vorsprung sogar zwischenzeitlich auf vier Tore aus (3:7).

Die anfangs ideenlos wirkenden Henning-Schützlinge bekamen aber dann immer mehr Zugriff zum Spiel. Torben Höft rückte auf die Rückraumlinks-Position – mit ihm gewannen die Lennestädter deutlich an Durchschlagskraft vor dem Tor. In Minute 22 glichen die Gastgeber aus (8:8) und gingen fortan in Führung. Mit 13:12 ging es in die Pause.

Nach Wiederanpfiff entwickelte sich die Partie zu einem packenden Schlagabtausch. Niels Thies, der im HSV-Tor Tom Zlobinski in Durchgang zwei ersetzte, zeigte zwischen den Pfosten eine ähnlich starke Leistung wie sein Gegenüber, Luca Jannack. Für die folgenden 20 Minuten hatte die HSV hauchdünn die Nase vorn und hielt die Dragons mit einem oder gar zwei Toren auf Distanz.

Zehn Minuten vor Schluss schlug das Pendel aber schlagartig um. Der abschlussstarke SGSH-Rückraumschütze Benedikt Walter (10) bescherte den Gästen in Minute 52 die Führung zum 20:21. Fortan wurde es in der Sporthalle am Riesei zunehmend hektisch. Erst erhöhte SGSH-Youngster Raphael Krause zum 23:21 aus Sicht der Gäste, dann flog Justin Wiggershaus nach drei Zeitstrafen vom Platz. Danach verkürzte Lengelsen, der in der zweiten Hälfte beinahe vollständig kurz gedeckt wurde, 43 Sekunden vor Schluss auf 22:23. Die Drachen verloren nach dem Anpfiff leichtsinnig den Ball – bei 20 Sekunden Restspielzeit.

Die HSV stürmte Richtung SGSH-Tor. Lengelsen hielt den Ball im rechten Rückraum und setzte den völlig freistehenden Björn Traumüller auf Rechtsaußen in Szene. Als der einnetzte, kannte der Jubel am Riesei für wenige Sekunden keine Grenzen mehr. Was einige Zuschauer nicht bemerkt hatten – der Treffer zählte nicht mehr, weil der Ball erst nach der Schlusssirene über die Torlinie ging.

In einem Spiel, das eigentlich keinen Sieger verdient gehabt hätte, war die junge Mannschaft aus dem Volmetal am Ende der glückliche Sieger.

HSV: Zloblinski, Thies (ab 31.) – Scheerer (2), Höft (6), Scheuermann (1), Lakic, Van der Huurk (3), Traumüller (6/4), Gerth, Brinkmann, Lengelsen (6), Jünger, Schröter
Dragons: Jannack, Schür – Lux (3), Wallmann, Walter (10), Leicht (2), Krause (1), Schnepper (2), Wiggershaus (5), Geitmann, Landwehr, Müller, Micus, Bräucker
Schiedsrichter: Marcus Heins/Christian Voigt (Münster)
Zeitstrafen: HSV 2/ Dragons 5 + Rote Karte gegen Wiggershaus (3. Zeitstrafe)

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