Handball: Verbandsliga

Ein Derby auf Augenhöhe

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Jannick Landwehr hofft nach dem ersten Saisonsieg, der der Dragons-Reserve am Samstag gegen Recklinghausen gelang, nun auch in Werdohl auf Zählbares für das Dragunski-Team.

Werdohl - Die einen holten in letzter Minute einen Drei-Tore-Rückstand auf, die anderen verspielten in der Endphase beinahe noch einen Vorsprung von vier Treffern. 

Letztlich durften sowohl die HSV Plettenberg/Werdohl nach dem 33:33 in Riemke als auch die SGSH Dragons II nach dem 26:25 gegen den PSV Recklinghausen mit dem Verlauf des 7. Spieltags der Verbandsliga sehr zufrieden sein. „Die SGSH wird nach dem ersten Sieg mit Rückenwind zu uns kommen“, hatte HSV-Trainer Kai Henning erwartet, dass sich die Handballer aus Schalksmühle und Halver nach dem schweren Startprogramm steigern würden. „Mark Dragunski macht eine hervorragende Arbeit und braucht Zeit. Die Ergebnisse sind immer besser geworden, sogar Gevelsberg haben sie es schwer gemacht“, konnte Henning selbst verfolgen und erwartet im Kreisderby am Samstag (19 Uhr, Sporthalle Riesei) ein Duell auf Augenhöhe, „in dem wir trotz der Tabellensituation nicht der Favorit sind“, bekräftigt der HSV-Coach. 

In der vergangenen Saison gewannen die SGSH Dragons beide Vergleiche, im Lennetal etwas glücklich, „auswärts aber hatten wir keine Chance. Da griff gar nichts“, erinnert sich Henning. Damals gaben Spannekrebs, Eigenbrodt, Hecker und Diehl den Ausschlag – der HSV-Trainer vermutet, dass die SGSH-Zweite diesmal nicht derart gut aufgestellt sein wird. Das eigene Team hat weiter mit Ausfällen zu kämpfen. Zwar blieb der MRT-Termin bei Dominic Scheerer ohne Befund – Schmerzen im Knie hat er aber weiterhin, was auch für Björn Traumüller gilt, der eine Trainingspause einlegen musste. Tim Schröter ist zwar aus dem Urlaub zurück, aber dafür fällt nun Jens Burzlaff (Zahn-OP) aus, der in Riemke den Teilerfolg rettete.

„Das zieht sich bei uns wie ein roter Faden durch die Saison“, muss Henning weiter Lücken stopfen. Auf der Torhüterposition ist dies gelungen, erhält Tom Zlobinski Unterstützung durch Nils Thies (24), einen Oberliga-erfahrenen Keeper, der vom TuS Ferndorf II, wo er zuletzt keine Einsatzchancen bekam, ins Lennetal wechselt. Gelingt es, alle Formalitäten heute abzuwickeln, kann der früher auch als Fußballer aktive Thies schon morgen mitwirken. SGSH-Co-Trainer Alexander Druskus, als langjähriger Spieler der HSV Werdohl/Versetal und Ex-Trainer des TuS Plettenberg ein Kenner des Lennetaler Handballs, freut sich auf das Derby. 

„Wir haben gut trainiert und sind heiß auf das Spiel“ sagte er vor den beiden Trainingseinheiten gestern und heute. Im Videostudium wollte er gemeinsam mit Trainer Dragunski Stärken und Schwächen der HSV ergründen. Anders als die Gastgeber haben die SGSH Dragons keine Personalsorgen. „Alle Mann an Bord“, meldet Druskus. Allerdings gibt es durch das Parallelspiel des Drittligateams, wie schon gegen Recklinghausen, keine Unterstützung von oben. „Ich denke, wir haben den U-Turn geschafft“, sieht Druskus das junge SGSH-Team im Aufwind.

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