Handball-Verbandsliga

HSV vor entscheidenden Heimspielen

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Geben noch nicht auf: Die Handballer der HSV Plettenberg/Werdohl um Trainer Kai Henning und Dominic Scheerer.

Werdohl/Plettenberg – Die Leistung bei der 20:29-Niederlage gegen den RSVE Siegen Mitte November in der Rundturnhalle Hubenfeld verärgerte Kai Henning. Der Trainer der HSV Plettenberg/Werdohl sah an jenem Abend die bis dato schlechteste Saisonleistung seiner Mannschaft. Gegen einen durchaus schlagbaren Gegner, wie die folgenden Wochen zeigen sollten. Siegen fiel in ein Loch, holte bis Mitte Februar aus sieben Partien nur einen Punkt und befand sich plötzlich selbst mitten im Abstiegskampf.

Nur zwei Punkte lagen die Lennetaler hinter den Eiserfeldern. Mittlerweile hat sich dies geändert. Während das Team von Trainer Caslav Dincic seither sieben von zehn möglichen Zählern sammelte, Bommern schlug und in Bergkamen gewann, hat die HSV zwar Recklinghausen noch abgefertigt, danach aber vier Spiele in Serie verloren. Statt zwei trennen beide Mannschaften nun neun Punkte – zehn sind noch zu vergeben. 

Dennoch: Das Heimspiel gegen den RSVE Siegen am Samstag (19 Uhr, Sporthalle Riesei) ist vermutlich das einzige, in dem die Plettenberger und Werdohler nicht als Außenseiter gelten. Danach folgen noch die Vergleiche mit dem Siebten aus Hombruch und den drei Topteams der Liga. Nur mit einem Sieg am Samstag kann die Henning-Sieben den Anschluss an ihre jüngsten Bezwinger, Teutonia Riemke und die SGSH Dragons II, halten. Und sie sollte bestrebt sein, zumindest den vorletzten Rang bis zum Schluss zu verteidigen, um die Chance auf Relegationsspiele gegen den Abstieg zu wahren. Eine Saisonfortsetzung, in der die HSV durchaus erprobt ist. Vor zwei Jahren hielt man auf diese Weise in letzter Minute gegen den TV Ladbergen die Klasse. 

Lukic soll sich besser ins Team einfügen

„An eine Relegation verschwende ich im Moment noch keinen Gedanken“, will Kai Henning mit seiner Mannschaft zunächst einmal versuchen, die nächsten beiden Heimspiele – nach Siegen kommt am 7. April Westfalia Hombruch zum Riesei – zu gewinnen. Er weiß aber auch: „Gelingt uns das nicht, ist das rettende Ufer schon sehr weit weg. Da brauchen wir nicht um den heißen Brei herumzureden.“ 

Den RSVE Siegen bezeichnet Henning als „Wundertüte. Junge Leute, die zurzeit einen guten Part spielen.“ Bis auf den langzeitverletzten Michel Lengelsen ist die HSV am Samstag komplett. Auch Torhüter Dominic Meckel steht wieder zur Verfügung, hat am Dienstag bereits trainiert. Henning hofft, dass Neuzugang Filip Lukic (20), zum Zeitpunkt des Spiels in Schalksmühle erst drei Tage in Deutschland, ohne Sprachkenntnis und mit nur einer absolvierten Trainingseinheit, sich gegen Siegen besser ins Team einfügen und Akzente setzen kann.

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