Handball-Verbandsliga

Alles-oder-nichts-Spiel für die HSV

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Beim noch sieglosen Schlusslicht SV Westerholt will und muss die HSV Plettenberg/Werdohl um Björn Traumüller am Samstag richtig anpacken und vor allem auch punkten. Trainer Jens Burzlaff spricht sogar schon von einem „Alles-oder-nichts-Spiel“.

Werdohl - „Wir müssen uns nichts vormachen: Das Spiel gegen Westerholt ist ein Alles-oder-nichts-Spiel für uns“, sagt Trainer Jens Burzlaff vor dem Kellerduell der Handball-Verbandsliga zwischen dem SV Westerholt und der HSV Plettenberg/Werdohl am Samstagabend in Herten (Anwurf: 19 Uhr, Sporthalle Am Bahnhof).

Es ist das Duell des bislang sieglosen Tabellenschlusslichtes gegen den Drittletzten aus dem Lennetal. Jens Burzlaff ist die Bedeutung dieser Begegnung natürlich bewusst. „Wir dürfen eigentlich nicht noch weiter in den Abstiegsstrudel geraten“, mahnt der HSV-Coach. Gleichzeitig bedauert er, dass die Vorbereitung auf die richtungweisende Partie alles andere als optimal verlief. 

Philip Trattner hatte sich im letzten Spiel vor der Weihnachtspause einen Bänderriss in der Schulter zugezogen, der eine vier- bis sechswöchige Pause nach sich zog. „Die vier Wochen sind vorbei. Er wird sich aufwärmen – und dann entscheiden wir spontan, ob es bereits wieder Sinn macht“, sagt Burzlaff und hofft natürlich, dass sein Shooter zum Einsatz kommen kann. Außerdem hatte die HSV mit einer schwachen Trainingsbeteiligung zu kämpfen. Berufliche Gründe verhinderten eine angemessene Vorbereitung auf den SVW. 

Apropos Trattner: Der Rückraumlinke wechselte bekanntlich vom SV Westerholt zur HSV Plettenberg/Werdohl. Es war ein Wechsel mit Folgen, wie es scheint. Denn die Hertener lieferten in der Vorsaison eine ganz passable Hinrunde ab, rutschten dann etwas ab und schlossen die Spielzeit immerhin auf Rang zehn ab – mit 20:32-Punkten. Von diesen 20 Punkten ist der SV derzeit meilenweit entfernt, bildet mit einer 1:19-Bilanz das alleinige Tabellenschlusslicht. Offenbar konnte Westerholt den Verlust von Philip Trattner nicht kompensieren. Außerdem, das weiß Jens Burzlaff zu berichten, traf die Hertener die Verletzung von Hentschel zusätzlich. Mittlerweile ist Hentschel wieder ins Aufgebot zurückgekehrt und war prompt maßgeblich am ersten Punktgewinn beteiligt. Mitte Dezember steuerte er ein Dutzend Treffer zum 25:25 gegen Riemke bei. 

Wiedersehen mit Björn Otterbach

In Herten treffen die Handballer aus dem Lennetal auf einen alten Bekannten. Torhüter Björn Otterbach steht seit einiger Zeit für Westerholt zwischen den Pfosten. „Der hat uns das Leben schon einige Male richtig schwer gemacht. Ein Keeper, der Spiele fast im Alleingang entscheiden kann – wenn er ins Spiel findet“, meint Burzlaff. Respekt haben die Lennetaler zudem vor Nikola Krspogacin. „Er spielt die tragende Rolle beim SVW“, weiß der HSV-Verantwortliche. Ein Spieler mit einer Fülle an Qualitäten. Ein buntes Portfolio an Wurfvarianten zeichnet Krspogacin ebenso aus wie seine Übersicht. Er verteilt die Bälle, nutzt aber gleichzeitig jede Gelegenheit zum eigenen Abschluss. „Westerholt verteidigt hart aber fair und spielt vorne relativ einfachen, aber effizienten Handball“, betont Jens Burzlaff. Es dürfte also ein spannender Samstagabend werden, wenn zwei Teams aufeinandertreffen, die ums Überleben in der Verbandsliga kämpfen. 

HSV: Witt, Bergner, Gerstberger – Scheerer, Traumüller, Esser, Brinkmann, Scheuermann, Lakic, Kißling, Lohmann, Lengelsen, Winkelsträter, van der Hurk, Krpacic, Höft, Trattner (?)

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