Handball-Verbandsliga

Henning: "Nicht unsere Kragenweite"

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Tom Trost packt zu. Gegen den Hünen im Dortmunder Innenblock gab es für Michel Lengelsen und die HSV Plettenberg/Werdohl am Samstag kaum ein Durchkommen. 

Werdohl - „Dortmund ist nicht unsere Kragenweite“, musste Trainer Kai Henning nach der 18:25 (12:15)-Niederlage der HSV Plettenberg/Werdohl gegen den OSC Dortmund in der Sporthalle Riesei eingestehen.

Erstmals in dieser Saison weisen die Handballer aus dem Lennetal damit ein negatives Punktekonto auf. Am Fehlen von Stammkeeper Dominik Meckel, dessen alter Mittelfußbruch wieder aufgebrochen ist und ihn zu mindestens zwölf Wochen Pause zwingen wird, lag es nicht. Tom Zlobinski machte seine Sache zwischen den Pfosten mehr als gut, überzeugte mit starkem Stellungsspiel. 

„Ihm fehlt nur noch etwas Erfahrung“, sagte Henning, der aber keinen Zweifel daran ließ, dass die HSV dringend einen zweiten Torwart benötigt. Auch Zlobinskis Vorderleute machten einen ordentlichen Job, rackerten vorbildlich. Dortmund war ausrechenbar, doch die individuelle Klasse der Rückraumschützen Bardischewski und Runkel sowie erst recht von Maystrenko am Kreis setzte sich letztlich zu oft durch. Auf Traumüllers Siebenmeter zum 1:0, der einzigen Führung der HSV, folgte eine erste lange Durststrecke. Erst knapp zehn Minuten später gelang Michel Lengelsen nach etlichen Fehlwürfen das erste Feldtor zum 2:3-Anschluss. 

Schon in dieser Phase erwies sich der OSC-Innenblock mit Trost und Runkel als nahezu unüberwindlich. Gar nicht lief es bei Pierre van der Hurk, der allerdings auch nicht fit war – die Schulter bereitete ihm Probleme. Nach 20 Minuten erlöste Henning seinen Antreiber. Fortan versuchten sich Höft, Lengelsen und später Schröter im Rückraum – der Erfolg hielt sich in Grenzen. Beim Stand von 3:7 hatte der HSV-Coach die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch gelegt, die Auszeit änderte aber wenig an den Kräfteverhältnissen. 

Traumüller scheiterte bei einem der ganz wenigen Gegenstöße, im Gegenzug erhöhte Nikita Maystrenko vom Punkt aus gewohnt sicher auf 3:8. Als Höft, kaum im Spiel, nach seinem Treffer zum 6:10 eine umstrittene Zeitstrafe kassierte, offenbar weil er die „schnelle Mitte“ verhindert haben soll, wurde es erstmals laut in der Halle. Diese und einige weitere strittige Entscheidungen von Schiedsrichter Stefan Hermschröder stachelten die HSV aber an. 

Nachdem Henning wegen Reklamierens eine Verwarnung kassiert hatte, brachten Schröter, Lengelsen und Traumüller die Gastgeber auf 12:14 heran, ehe Runkel in letzter Sekunde des ersten Abschnitts das 12:15 erzielte. Die Chance, es noch spannender zu machen, bot sich nach der Pause. Doch beim Stand von 14:16 unterlief Lengelsen in Überzahl ein Fehlpass, nach Scheuermanns 16:17 rettete die Latte den OSC vor dem Ausgleich. Bis zum 18:20 (48.) war für die HSV noch alles möglich, doch Zeitstrafen gegen Jünger und Gerth und der Kräfteverschleiß der Rückraumspieler führten zur zweiten langen Durststrecke, die bis zum Ende anhielt.

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