HSV kann beim TuS Bommern den Klassenerhalt schaffen

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Im Hinspiel setzten sich Marc Bardischewski und die HSV Plettenberg/Werdohl gegen ein unbequem agierendes Team des TuS Bommern mit 27:19 durch. Im Rückspiel kann die HSV vorzeitig den Klassenerhalt sichern, wenn die Konkurrenz „mitspielt“.

WERDOHL - „Wir haben es selbst in der Hand“, sagt Trainer Friedhelm Ziel vor dem nächsten Auswärtsspiel von Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl beim TuS Bommern am Samstag (19.30 Uhr). Gemeint ist damit, dass sich Ziel keineswegs auf den 21 bereits erspielten Punkten ausruhen möchte.

Er gebe 100 Prozent bis zur letzten Minute der Saison und das wünsche er sich auch von seiner Mannschaft, betont Ziel. Egal, wie bescheiden die Rahmenbedingungen sind. 

Parallel zur HSV legte auch Bommern seit dem Jahreswechsel deutlich zu, kämpfte sich ins einigermaßen sichere Mittelfeld vor. Bei fünf noch ausstehenden Begegnungen und sieben Punkten Vorsprung auf Herne und Hohenlimburg, die sich im Relegationsbereich tummeln, könnten dieses Wochenende erste Entscheidungen fallen. Mit einem eigenen Sieg und gleichzeitigen Niederlagen von Herne, Hohenlimburg und dem Ligaschlusslicht Recklinghausen wäre die HSV gerettet. 

Allerdings sind die Umstände suboptimal: Für Björn Traumüller ist die Saison ebenso gelaufen wie für Markus Bluhm. Traumüller quälte sich zuletzt noch durch das Eiserfeld-Spiel, jetzt liegt eine Diagnose für das lädierte Knie vor: Anriss des hinteren Kreuzbandes. Eine Operation ist zwar nicht nötig, spielen wird der schnelle Rechtsaußen in dieser Saison aber nicht mehr. 

Fraglich ist, wann Spielmacher Markus Winkelsträter wieder fit wird. Ein eingeklemmter Nerv macht ihm zu schaffen. Anfang April soll eine MRT-Untersuchung Klarheit bringen. Ziel wird den Mittelmann erst wieder bringen, „wenn er selbst grünes Licht gibt“. Konsequenz: Jens Burzlaff rückt aus der Reserve wieder ins Aufgebot der „Ersten“. 

Das kleine Kontingent reibt sich auf, in intensiven Trainingseinheiten und den Spielen. „Wir müssen trotz alledem an unsere Grenzen gehen, wenn wir gewinnen wollen“, sagt der Coach. Bommern hat seit Jahresbeginn elf Punkte eingesammelt und lebt wie Plettenberg/Werdohl von einer starken Defensive. Gleichzeitig werfen die Wittener die wenigsten Tore der Liga, was schnell zu einer irreführenden Annahme führen kann. 

Die geringe Anzahl der Tore hängt mit dem Spielsystem zusammen. „Wenn sie in den gebundenen Angriff müssen, dann bereiten sie ihre Abschlüsse gewissenhaft vor“, weiß der HSV-Trainer. Qualitativ hat der TuS kein Problem: Fabian Jung, Rückraumlinks, zählt zu den gefährlichsten Torjägern der Liga. Tarlinski, Marius Jung und Felix Groß haben die 50-Treffer-Marke bereits passiert. Die HSV wird also gefordert sein, an allen Fronten. 

HSV: Meckel, Gerstberger – Scheerer, Scheuermann, Lakic, van der Hurk, Alissa, de Liello, Esser, Bardischewski, Lengelsen, Burzlaff

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