HSV empfängt zum Heimausklang Haltern-Sythen

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Nils Scheuermann (links) sagte sein Mitwirken gegen den SuS Oberaden vor Wochenfrist kurzfristig ab, steht am Samstag gegen Haltern aber wieder im Kader der HSV Plettenberg/Werdohl.

Plettenberg - „Jetzt noch zwei Siege, und alles ist gut“, hat Trainer Friedhelm Ziel vom Handball-Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl offenbar klare Vorstellungen vom Ausklang der Saison. Den ersten können die Lennetaler am Samstag (19.30 Uhr, Böddinghausen) gegen den HSC Halten-Sythen holen.

Es scheint, als habe der Auswärtserfolg in Oberaden Ziel und seiner Truppe einen zusätzlichen Motivationsschub verliehen. Den könnte es brauchen gegen die Halteraner – ein Gegner, der enttäuschend in die Spielzeit gestartet ist, am elften Spieltag noch das Ligaschlusslicht bildete und sich dann bis auf Rang sechs vorgearbeitet hat. 

Ziel hat Respekt vor den Handballern aus Haltern. „Eine richtig gute Mannschaft, die auch auswärts stark auftritt“, sagt der Coach aus Lüdenscheid und bezieht sich unter anderem auf die Erfolge in Senden und Riemke. Zuletzt holte der HSC acht Punkte aus fünf Spielen – ein Team im Aufwind. 

An das Hinspiel erinnert sich Friedhelm Ziel nicht so gern. „Ein souveräner Sieg des HSC. Dort haben wir uns nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Kollektiv und individuell haben wir schwach verteidigt und vorne keine Lösungen gegen die stabile 6:0-Abwehr gefunden“, sagt er mit Blick auf die 27:31-Niederlage. 

Eine gute Mischung aus jungen Talenten und gestandenen Leuten macht der HSC aus. „Hat unter anderem das Supertalent der Liga im Kader. Im Hinspiel war David Spiekermann gerade mal 17 Jahre alt. Ein klassischer Rückraumshooter, taktisch clever und zählt nach Feldtoren zu den Top Five der Liga“, sieht Ziel den jungen Torjäger auf einem vielversprechenden Weg. 

Die Last im Rückraum liegt aber nicht nur auf Spiekermanns Schultern. Haltern-Sythen stellt ein gut sortiertes Team, das keine ausgefallenen Konzeptionen spielt, diese aber mit sehr viel Bewegung und hoher Präzision abspult. „Oberaden hat uns gelegen, Haltern ist schwer zu spielen. Ich bin gespannt, wie es diesmal läuft. Wir wollen uns natürlich mit einer guten Leistung von unserem Heimpublikum verabschieden. 

Schließlich wollen wir gut gelaunt anschließend zur Saisonabschlussparty“, erklärt Ziel vor dem Heimkehraus. Personell bietet die HSV ein ähnliches Aufgebot wie gegen Oberaden auf. Nils Scheuermann, der kurzfristig absagte, wird am Samstag wieder zum Aufgebot stoßen. Routinier Gerd Sowa, der starke Trainingseindrücke hinterlassen hat und in Oberaden glänzte, wird erneut den Kader verstärken. 

Eine negative Meldung bekam Ziel jedoch von Markus Bluhm, der seine Karriere beendet hat. Die Belastung durch den Handballsport sei zu groß für seine Sprunggelenke, informierte der Rückraumspieler in der Woche Mannschaft und Trainer. 

HSV: Meckel, Gerstberger – Scheerer, Kämper, Lakic, van der Hurk, Sowa, de Liello, Lengelsen, Esser, Bardischewski, Scheuermann, Alissa

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