HSV vor schwerer Auswärtshürde beim FC Schalke 04

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Nach der Niederlage gegen Riemke am vergangenen Wochenende kann die HSV um Routinier Oliver de Liello eigentlich für die Landesliga planen. Beim Spitzenteam Schalke 04 sind die Lennetaler am Samstag ohnehin in der Außenseiterrolle.

Werdohl - Aus dem Lager des FC Schalke 04 war zu hören, dass die Königsblauen den Titel in der Handball-Verbandsliga aufgrund des zuletzt eingebüßten Bodens abgeschrieben hätten. Daran glaubt Jens Burzlaff, Trainer der HSV Plettenberg/Werdohl, vor dem Auswärtsspiel in Gelsenkrichen am Samstag aber nicht.

„Das glaube ich bei lediglich drei Punkten Rückstand auf Haltern noch nicht“, betont der HSV-Coach, der mit seinem Team am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Schürenkamp) Gast in Schalke ist. 

Das Spitzenspiel auswärts in Haltern entschieden Kolev und Co. Mitte Februar 18:17 für sich. Der Weg Richtung Oberliga schien vorgezeichnet. Dann plagten die Blau-Weißen Personalprobleme und der Abwärtstrend setzte ein. Erst verlor Schalke in Eiserfeld (27:35), dann in Ferndorf (22:27) und zu Hause gegen Senden (24:28). Zuletzt kassierte Schalke noch eine 27:31-Niederlage in Hattingen, die dritte in Folge. 

„Schalke war für mich der überragende Top-Favorit. Jetzt spricht alles für Haltern, aber Schalke darf man nicht abschreiben. Zudem gehe ich davon aus, dass sie jetzt wieder komplett sind und die Aufgabe für uns umso schwerer“, beschreibt Burzlaff die Rahmenbedingungen. 

Im Gegensatz zum Spiel gegen Riemke ist die HSV am Samstag wieder komplett – plus Kreisläufer Mario Hurlbrink, der die Saison in der Verbandsliga zu Ende spielen wird. Ziel der Lennetaler sei es, so Burzlaff, sich deutlich besser als im Hinspiel zu verkaufen. „Eine unserer schlechtesten Leistungen“, erinnert sich der Coach an das demütigende 21:33. Wobei die „Knappen“ in dieser Partie keinerlei Schwächen zeigten. „Mir macht Hoffnung, dass Schalke gegen Mannschaften verloren hat, gegen die wir teilweise gut ausgesehen haben. Vieles wird davon abhängen, in welcher Verfassung der FC aufläuft“, lautet Burzlaffs Einschätzung. 

Im Spiel des Tabellenzweiten gegen das Ligaschlusslicht sind die Rollen nichtsdestotrotz klar verteilt. Wenn Schalke in Topbesetzung antritt, ist der Leistungsunterschied beträchtlich. Hinken die Gelsenkirchener ihrer Form hinterher, „haben wir vielleicht eine Chance“, sagt der HSV-Verantwortliche. 

Im Hinspiel schloss Plettenberg/Werdohl häufig überhastet ab – und rannte S04 ins offene Messer. Eine Welle von Gegenstößen ergoss sich über den Außenseiter. „Das müssen wir diesmal besser machen. Wir wollen klare Chancen herausarbeiten und so die Gegenstöße unterbinden“, wünscht sich der Coach einen ausgeglicheneren Schlagabtausch. 

Seit der Niederlage gegen Riemke kann die HSV eigentlich für die Landesliga planen, auch wenn der Klassenerhalt theoretisch noch möglich ist. Burzlaff will, unabhängig von der Situation, sehen, dass die HSV Werbung für den Sport im Lennetal macht.

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