Handball-Verbandsliga

Neue Engpässe beim Schlusslicht

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Sascha Pennekamp (links, beim Wurf) wechselt zum TuS Linscheid-Heedfeld.

Schalksmühle - Wer aus Halver und Schalksmühle kommt und auf die Tabellen in der 3. Liga West und in der Verbandsliga der Handballer schaut, der blickt auf Kontraste. Während die 1. Mannschaft der SGSH Dragons ungeschlagen um den Drittliga-Titel mitspielt, ziert die Reserve in der Verbandsliga punktlos das Tabellenende - und hat nun auch noch personelle Rückschläge zu verkraften.

Der eigentlich zumindest quantitativ üppig bestückte Kader hat nach der Herbstpause die Einbußen drei bis sechs zu verkraften. Zur Erinnerung: Mit Till Miekus und Florian Ludwig waren in der ersten Saisonphase bereits zwei als Leistungsträger eingeplante Akteure durch schwere Verletzungen ausgefallen. Nun kommen mit Sascha Pennekamp, Raphael Krause, Daniel Schriever und Nils Leicht vier weitere Verluste dazu. 

Bei Leicht waren die Verantwortlichen frühzeitig darauf eingestellt. Der Linkshänder, der inzwischen im Team glatt als Routinier durchgeht, hat sich für drei Monate nach Thailand verabschiedet. Krause und Schriever haben ihr Studium in Marburg bzw. Stuttgart aufgenommen und stehen höchstens noch sporadisch zur Verfügung. So schmerzt die Entscheidung von Sascha Pennekamp doppelt. 

Pennekamp hat sich abgemeldet und beim Kreisliga-Nachbarn TuS Linscheid-Heedfeld angeheuert. Gerade der versierte Linkshänder aus Lüdenscheid galt als aussichtsreichster A-Junior, was Spielanteile in der Verbandsliga angeht. Und da nun Leicht und Pennekamp fehlen, ergibt sich auf der rechten Angriffsseite eine echte Vakanz. „Man darf sicher sein, dass wir nicht tatenlos zusehen, wie die Reserve absteigt“, sagt Mark Wallmann, Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH, „wir haben im Sommer auch unsere Hausaufgaben gemacht, mit vielen Spielern zusammengesessen. Aber für die Verbandsliga werden da teilweise Tarife aufgerufen für Rückraumspieler, das glaubt man gar nicht.“ 

Trotzdem will Wallmann jetzt noch einmal sehen, was noch möglich ist, um das Team auch kurzfristig zu verstärken. Die erste Idee ist, dass auch die „Alten“ noch einmal helfen sollen. Für die rechte Außenbahn Sven Potberg, für ein bisschen mehr Stabilität in der Defensive Alex Trimpop (beide Jahrgang 1985). 

Am besten schnell, denn der November wird ein Monat der Wahrheit. Nach dem Gastspiel am Samstagabend beim noch ungeschlagenen HC TuRa Bergkamen warten im November wichtige Spiele gegen die PSV Recklinghausen (H), die HSV Plettenberg/Werdohl (A) und vor dem Totensonntag das Nachholspiel bei Westfalia Halingen. Richtungweisend sind diese Vergleiche. Spiele, in denen der Druck nach dem Fehlstart beim jungen Team der Dragons, der aktuell einzig noch punktlosen Mannschaft der Liga, liegt. Da kann jede Verstärkung hilfreich sein.

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