HSV zum Saisonkehraus Gast bei der Dortmunder Titelparty

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Sportlich geht es für die HSV Plettenberg/Werdohl nach dem geschafften Klassenerhalt beim Saisonausklang nicht mehr um allzu viel. Trotzdem wollen Michel Lengelsen und Co. mehr als nur Zuschauer bei der OSC-Aufstiegsfeier sein.

Werdohl - Nachdem der OSC Dortmund am vergangenen Wochenende den RSVE Siegen noch abgefangen hat und vorzeitig als Aufsteiger und Meister der Handball-Verbandsliga feststeht, ist die HSV Plettenberg/Werdohl am letzten Spieltag am Freitag (20.30 Uhr) zu Gast bei der Titelparty.

Dortmund fertigte den TuS Hattingen 39:22 ab, gleichzeitig kassierten die Eiserfelder die vorentscheidende 19:25-Niederlage beim ASV Senden. „Die stehen natürlich noch voll im Saft“, weiß HSV-Trainer Friedhelm Ziel, welches Kaliber auf ihn und seine Jungs wartet. „Es wird eine Frage der Kräfte und des Willens sein, wie wir uns beim künftigen Oberligisten verkaufen werden“, prognostiziert Ziel. 

Rückblickend seien es immer knappe Spiele gegen den OSC gewesen, erinnert sich der Lüdenscheider an Begegnungen in dieser und der vergangenen Saison. Diesmal sind die Vorzeichen jedoch andere. Die personell gebeutelten Plettenberger und Werdohler lecken seit Wochen ihre Wunden, drosseln das Tempo. Trotz der angespannten Personalsituation hat es Ziel immer wieder geschafft, eine siegfähige Mannschaft aufs Parkett zu führen. 

Zuletzt beim 27:27 gegen Haltern wäre noch deutlich mehr machbar gewesen, wenn die HSV in der ersten Halbzeit nicht erst den Faden und dann den Anschluss verloren hätte. „Dortmund kann locker aufspielen, wird von der Aufstiegseuphorie getragen. Wir können uns auf etwas gefasst machen“, sagt der HSV-Trainer. 

Das Hinspiel fiel in eine Phase, in der der OSC akut schwächelte, in Böddinghausen überhaupt nicht wie ein Aufstiegskandidat wirkte. 25:26 unterlag Dortmund in Plettenberg, kassierte anschließend drei weitere Niederlagen gegen Bommern, Senden und Oberaden. Es schien, als könne die Sieben aus dem Ruhrgebiet die Aufstiegsambitionen ad acta legen. Doch die Mannschaft kam zurück und belehrte die Liga eines Besseren. 

„Daniel Lichte hat derzeit einen Lauf“, attestiert Ziel dem Linkshänder, der gegen Hattingen ein Dutzend Treffer markierte, eine Topform. Außerdem sei die Rückkehr von Patrick Hoffmann ein wichtiger Faktor auf dem Weg Richtung Titel gewesen. Die HSV muss Lichte an die Kette legen, gleichzeitig den gesamten Rückraum im Blick haben. 

Wahrscheinlich wird die bekanntlich bereits gerettete HSV, für die es demnach vorrangig ums Prestige geht, wieder mit einer offensiveren Abwehrvariante arbeiten. „Entscheidend wird sein, ob wir die Spannung über 60 Minuten halten können. Wenn wir wie gegen Haltern mental einbrechen, haben wir keine Chance in Dortmund“, ergänzt Ziel. 

HSV: Gerstberger, Meckel – Alissa, van der Hurk, Lakic, Lengelsen, Winkelsträter, de Liello, Scheuermann, Bardischewski, Esser, Scheerer, Sowa, Kämper

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