HSV Plettenberg/Werdohl richtet Blick auf die Zukunft

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Vor dem letzten Verbandsliga-Spiel gegen den OSC Dortmund verabschiedete der Vorsitzende Alexander Griessl (rechts) die Spieler, die die HSV Plettenberg/Werdohl am Saisonende verlassen.

Werdohl - Aufatmen bei der HSV Plettenberg/Werdohl: Am letzten Spieltag lief zwar nicht alles nach Plan für den heimischen Handball-Verbandsligisten, aber immerhin feierte die Sieben von Trainer Friedhelm Ziel den Klassenerhalt. Zeit, die Beine hochzulegen und den Stress der vergangenen Wochen und Monate abzustreifen, bleibt nicht. Im Hintergrund läuft die Maschinerie weiter auf Hochtouren.

„Hinsichtlich unserer mittelfristigen Ziele war der Klassenerhalt von immenser Bedeutung“, sagt der Vorsitzende Alexander Griessl und weiß, wie schwer es geworden wäre, sich aus der Landesliga wieder zurück in die Verbandsliga zu kämpfen. „Ziel ist es, uns in der Verbandsliga zu etablieren. Mittelfristig darf es dann ruhig etwas mehr sein“, wünscht sich Griessl für die kommende Saison den frühzeitigen Klassenerhalt. In den kommenden Jahren soll der Blick dann ins vordere Tabellendrittel wandern.

Personell sieht sich die HSV durchaus vielversprechend aufgestellt – auch wenn noch die eine oder andere Baustelle zu bearbeiten ist. Die kurzfristigen Absagen von Dominik Dominik Meckel und Marcel Fenner schmerzen. Ob und wie schnell adäquater Ersatz verpflichtet werden kann, ist unklar. „Mit Scharpe und Esser, um nur zwei Namen zu nennen, haben wir Perspektivspieler in der Hinterhand, die in der Vorbereitung der Ersten eine Rolle spielen sollen“, sagt der Vorsitzende.

Zudem ist die HSV bemüht, Danilo Lekovic zu halten. Der serbische Profi habe im Abstiegskampf ganz entscheidende Akzente gesetzt, betont der Vereinschef.

Ein weiterer wichtiger Baustein für die Zukunft ist die Jugendarbeit. Ein Konzept hat die HSV bereits erarbeitet und wird das Projekt in Kürze offiziell vorstellen. Talenten den Weg bereiten, den Leistungssport fördern, ohne den Sport in der Breite zu vernachlässigen: Den Machern schwebt vor, den Handball in Plettenberg und Werdohl auf ein professionelleres Fundament zu stellen. „Wenn wir Talente aus der Region für unseren Verein begeistern wollen, müssen wir eine attraktive erste Mannschaft haben und Perspektiven bieten. Diesbezüglich war der Klassenerhalt natürlich sehr wichtig“, sagt Griessl.

„Der aktuelle Kader ist für einen Mittelfeldplatz gut“, kehrt der Vorsitzende nochmals zurück zur ersten Mannschaft. Mit Björn Traumüller hat die HSV nur einen Neuzugang vermeldet. Trotzdem ist Griessl davon überzeugt, dass die Mischung aus erfahrenen und jungen Akteuren stimmt und die Rahmenbedingungen für eine Saison ohne Abstiegssorgen passen. „Friedhelm Ziel fordert eine Menge von seinen Spielern. Und die müssen voll dahinter stehen“, macht Griessl klar, wohin die Reise gehen soll.

In diesem Zusammenhang hebt er nochmals das Ehrenamt hervor. „Wir drehen ein großes Rad. Die Arbeit mit Plettenberg funktioniert hervorrragend – mit den Handballern, aber auch mit der Kommune“, bilanziert er und wirbt für das ehrenamtliche Engagement. „Viele Hände machen schnelle Arbeit – und es gibt einiges zu tun“, spricht Griessl Sportbegeisterte an, die sich in der „großen HSV“ einbringen möchten.

Im Rahmen des letzten Spieltags verabschiedete die HSV einige Spieler aus der ersten und zweiten Mannschaft. Danilo Lekovic bekam für seinen Kurzeinsatz ein Dankeschön, möchte jedoch gerne bei der HSV bleiben. „Wir sind dabei, das umzusetzen“, ergänzt der Vorsitzende. Dominik Meckel legt eine Sportpause ein, während Mario Hurlbrink und Tobias Lux aus privaten Gründen kürzer treten.

Marcel Fenner wechselt zur HSG Lüdenscheid wechseln und Sebastian Wagner möchte seiner aktiven Karriere bei der SG Attendorn/Ennest ein paar erfolgreiche Kapitel anhängen. Auch Phil Griessl, den es studienbedingt während der Saison nach Marburg verschlug, wurde verabschiedet. - Von Markus Jentzsch

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