Handball-Verbandsliga

HSV in der Relegation gegen die Ahlener SG II

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Bester HSV-Torschütze bei der peinlichen 19:37-Pleite in Gevelsberg: Joel Jünger, der hier André Bekston (links) das Nachsehen gibt.

Gevelsberg - Nun ist es amtlich: Die Verbandsliga-Handballer der HSV Plettenberg/Werdohl werden die Saison auf dem vorletzten Tabellenplatz beenden und in der Relegation, deren Sieger mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Klassenerhalt schaffen wird, auf die Reserve der Ahlener SG treffen, deren vorletzter Rang in der Parallel-Staffel ebenfalls zementiert ist. 

Nach dem Auftritt vom Samstagabend aber muss die Frage erlaubt sein: Was will das Team von Trainer Kai Henning in dieser Relegation? „So spielst du auch in der Landesliga gegen den Abstieg“, sagte der 53-Jährige nach der 19:37 (8:19)-Pleite bei der HSG Gevelsberg-Silschede.

Um es in einen Satz zu packen: Der Auftritt der HSV Plettenberg/Werdohl in der Sporthalle West war peinlich. „Ich bin sprachlos“, sagte Kai Henning, der nicht der Einzige war, den seine Mannschaft zuvor mit ihrem erschreckend schwachen Auftritt überrascht hatte. Während des Spiels verlor der HSV-Trainer zwar nie die Contenance, aber es war nicht zu übersehen, dass er verzweifelt war, dass er ratlos war. Hätte er mal laut gedacht. „Das habe ich in der Halbzeit in der Kabine gemacht“, erzählte Kai Henning. „Ich habe aber anscheinend nicht die richtigen Adressaten gefunden. Die Gevelsberger waren ja noch nicht mal gut heute.“ 

Peinlicher Auftritt des Tabellenvorletzten

Erträglich war dieses Spiel für die HSV-Handballer, die auch auf den verhinderten Rechtsaußen Björn Traumüller verzichten mussten, nur in den Anfangsminuten, als Markus Winkelsträter und Joel Jünger immerhin noch zum 1:1 beziehungsweise 2:2 ausglichen. Doch danach hatte die HSG Gevelsberg-Silschede leichtes Spiel, sehr leichtes sogar. Immer wieder kam die Mannschaft von Trainer Saša Šimec über die erste und zweite Welle auch zu ganz einfachen Toren. „Weil wir die Bälle vorne weggeworfen haben“, sagte Kai Henning. „Darüber muss ich erst mal eine Nacht schlafen.“ 

Die erfolgreichsten Werfer der HSV Plettenberg/Werdohl waren am Samstagabend Joel Jünger (6) und Markus Winkelsträter (5). Für die HSG Gevelsberg-Silschede trafen Christian Pottkämper (9/3), Sam Lindemann und Sebastian Breuker (jeweils 6) am besten. Viermal war übrigens der neben Christian Pottkämper zweite ehemalige Spieler der SG Schalksmühle-Halver II erfolgreich: Marco Luciano. Versprochen hatte er vor dem Anwurf allerdings nur drei Tore.   Toni Bertrams

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