Handball-Verbandsliga

Am Ende fehlt der HSV die Kraft

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Michel Lengelsen, der hier von Philipp Moog (links) und Dariusz Nowaczyk bedrängt wird, hätte die HSV in letzter Sekunden noch zum Sieg werfen können, traf aber nichts ins verlassene Gästetor. 

Plettenberg - Dramatische Schlusssekunden gestern Abend in Böddinghausen. Zweimal glich der schon fast aussichtslos zurückliegende HC TuRa Bergkamen aus, zweimal hatte die HSV Plettenberg/Werdohl die Chance, danach noch aufs leere Gästetor zu werfen. Doch während Scheuermann zum 30:29 traf, zielte Lengelsen nach dem 30:30 durch Kröllken zu hoch.

Niedergeschlagen waren die Handballer aus dem Lennetal nach dieser Endphase, denn nur ein Punkt erschien allen nach zwischenzeitlicher Acht-Tore-Führung als zu wenig. Trainer Kai Henning musste vor allem Youngster Fabian Gerth trösten, der drei freie Würfe nicht im Netz unterbrachte. 

Doch es lag nicht an ihm, dass der zweite Heimsieg knapp verpasst wurde. Personell fehlten der HSV im zweiten Abschnitt die Alternativen, die Mannschaft ging auf dem Zahnfleisch. Bergkamen erkannte seine Chance und fightete sich ins Match zurück. Die Startphase war ausgeglichen verlaufen. Gegen eine offensive Gästedeckung nutzte die HSV durch Scheuermann den Platz am Kreis. 

Auf der Gegenseite wurde immer wieder Rechtsaußen Moog freigespielt, zeigte seine Klasse mit präzisen Abschlüssen. Nach knapp neun Minuten und zwei Jünger-Treffern führte die HSV erstmals mit zwei Toren, beim 10:7 durch Lengelsen waren es erstmals drei. Bergkamen stellte auf eine 6:0-Deckung um, doch Traumüller per Siebenmeter und van der Hurk erhöhten auf 12:7 (17.). In doppelter Unterzahl ließen die Gastgeber TuRa wieder auf 13:11 herankommen, nahmen den Zwei-Tore-Vorsprung aber mit in die Pause (18:16). 

Die zweite Halbzeit glich zunächst jener gegen Halingen am 1. Spieltag. Gestützt auf einen prächtig haltenden Dominik Meckel machte die HSV Tempo, lief durch Traumüller und Jünger erfolgreiche Gegenstöße und setzte sich nach dem 20:18 bis zur 42. Minute auf 26:18 ab. Nach dem 28:20 durch van der Hurk (47.) nahm Gästecoach Rycharski die zweite Auszeit, schwor sich Bergkamen noch einmal ein. 

Die TuRa witterte noch ihre Chance, brachte nun bei Ballbesitz den siebten Feldspieler und verkürzte auf 28:24. Ein verwandelter Traumüller-Siebenmeter (53.) war offensiv für lange Zeit der letzte erfolgreiche Abschluss der HSV. Zeitstrafen gegen Lengelsen und Traumüller taten ihr Übriges. Beim 29:28 war der Gast dran. Moog musste 75 Sekunden vor Schluss zwar auch runter, doch Fülber und Kröllken erzwangen das Unentschieden. 

HSV: Meckel – Scheerer (4), Scheuermann (5), Lakic, van der Hurk (5), Traumüller (8/2), Gerth (1), Burzlaff, Brinkmann, Lengelsen (2), Jünger (5)
TuRa: Faber – Damian Nowaczyk (5), Moog (6), Terbeck (5), Webers, Ostermann (3), Müller (1), Domanski (1), Fülber (2), Dariusz Nowaczyk (6/3), Kröllken (1)
Schiedsrichter: Maiwald/Schiwek (Recklinghausen)
Zeitstrafen: HSV 4 – TuRa 4
Zuschauer: 250

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