HSV erkämpft nach 12:21 noch Punkt

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Punktgewinn im Lennederby: Marc Bardischewski.

Hohenlimburg - Dieses Remis war ein Produkt großer Moral und unbändigen Willens: In einem ebenso verrückten wie denkwürdigen Lennederby entführte Handball-Verbandsligist HSV Plettenberg/Werdohl beim Aufsteiger HSG Hohenlimburg noch einen Zähler, erzwang nach einem 12:21-Rückstand (39.) tatsächlich noch mit der Schluss-Sirene ein 26:26-Unentschieden und verließ die prall gefüllte Rundturnhalle als moralischer Sieger.

Es war eine Traube aus purem Adrenalin, die die passender Weise im "Blaumann" gekleideten Malocher-Handballer der HSV Sekunden nach dem Spielende bildeten. Nach einem äußerst schwachen Start und einem 2:8-Rückstand (10.) fand die Ziel-Sieben nur mühsam ins Spiel, war mit dem 10:15-Rückstand zur Pause noch gut bedient. Vor allem die 3:2:1-Deckung fruchtete nicht, erst nach einer Auszeit Ziels und der Umstellung auf eine 6:0-Abwehr kam die HSV wesentlich besser zum Zuge.

Dennoch schien die Partie nach 40 Minuten entschieden. Doch mit einer großen Portion Leidenschaft, aber auch grob fahrlässiger Abschlüsse der Hohenlimburger Gastgeber kamen die Gäste tatsächlich über 21:14 und 21:18 (46.) noch einmal zurück. Spätestens nach dem 22:19 durch Bardischewski (49.) hatte die HSV Lunte gerochen. Die Hoffnung auf Zählbares schien dennoch zwei Minuten vor dem Ende im Keim zu ersticken, als "Bommel" van der Hurk eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam und der überragende Ex-Evingser Max Heinemann per Siebenmeter zum 26:23 traf. In Unterzahl biss sich die HSV aber nochmals zurück ins Match, verkürzte durch Traumüller und Scheerer auf 25:26 und durfte nach einem kapitalen Fehler der HSG durch Scheerer mit der Schluss-Sirene noch jubeln.

Bester Torschütze der Hohenlimburger war Max Heinemann (9/7), bei der HSV kam Traumüller auf sieben Treffer.

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