Nullnummer im Kellerduell für die HSV

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Fiel nach zwei Torerfolgen verletzt aus: Nils Scheuermann.

Herne - Von der Tabelle her war Westfalia Herne ein Gegner auf Augenhöhe für die Verbandsliga-Mannschaft der HSV Plettenberg/Werdohl. Die ersatzgeschwächten Handballer aus dem Lennetal kassierten in der Gesamtschule Wanne allerdings eine Niederlage, die am Schluss schmerzte. 35:25 (14:10) hieß es nach 60 Minuten für das flinke Team aus dem Ruhrpott.

Von Axel Krüger

HSV-Trainer Serkan Kahraman musste einige Minuten durchatmen, bevor er wieder Worte fand: Das Fehlen des Stamm-Rückraums Mark Bardischewski (Fußbruch) und Pierre van der Hurk (Erkältung) sei ein wesentlicher Faktor gewesen, „so hatten wir zu wenig Wechselmöglichkeiten“. Auch das Spiel in der Halle, in der Harz verboten ist, geriet für die Herner zum Vorteil. „So viele technische Fehler wie heute machen wir in der ganzen Saison nicht“, war Kahraman überzeugt.

Allerdings zeigte sich auch, dass die Westfalia einfach besser eingespielt war als das HSV-Team, in dem eben wichtige Puzzleteile fehlten. Zwar machten die Gäste von Beginn an Tempo, legten bis zum 2:3 (de Liello, 6.) stets eine Führung vor. Allerdings bekamen die Sauerländer Hernes Urlaubs-Rückkehrer Fabian Scheunemann – am Kreis klein, aber sehr beweglich und auch bei Gegenstößen stark – nie in den Griff. Beim 4:3 (Rödiger, 10.) lag Herne erstmals in Front und zog davon. Kahraman reagierte nach dem Tempo-Doppelschlag zum 7:3 (16.) per Auszeit, nach der Scheerer und Bluhm auf 5:7 verkürzten. Herne ging das Tempo mit und hatte mehr Reserven: 11:6 stand es nach dem Tor von Westfalia-Co-Trainer Bauer (22.), 12:10 nach Scheerers Anschlusstreffer (29.), 14:10 zur Halbzeit.

Dreierpack bringt die Entscheidung

Auch im zweiten Durchgang liefen die Werdohler, die aus dem Rückraum heraus viel Aufwand betreiben mussten, einem Drei- bis Fünf-Tore-Rückstand hinterher. Einzig der auf Rechtsaußen beorderte Steffen Fischer bereitete dem HC eine Zeitlang Kopfzerbrechen. Nach dem 25:22 (46.) nahm auch Herne eine Auszeit, Ihnen, Hettrich und Scheunemann schnürten danach einen Dreierpack zum 28:22 (49.), der auch angesichts der vorzüglichen Leistungen der beiden Westfalia-Torhüter die Vorentscheidung bedeutete, Westfalia baute den Vorsprung dann noch aus.

HC: Greger, Müller (ab 28.) - Ihnen (8), Scheunemann (8), Bauer (3), Bartel (3), Schwitalski (3/1), Hettrich (3/2), Sondermann (2), Dudenhofen (1), Rittmann (1), Hodde (1), Barth (1), Rödiger (1)

HSV: Meckel, Schäfer (n.e.) - Fischer (6), Bluhm (6), Scheerer (3), Lengelsen (3), de Liello (3/3), Fenner (2), Scheuermann (2/1), Lakic, Hurlbrink, Burzlaff, Winkelsträter, Alissa

Schiedsrichter: Kreuzer/Wand (Dortmund/Sundern)

Zeitstrafen:  HC 2, HSV 2

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