HSV will gegen OSC Dortmund zurück in die Spur

+
Die Verantwortlichen der HSV Plettenberg/Werdohl gehen davon aus, dass die Gäste aus Dortmund eine Abwehrvariante wählen werden, die sich auf Philipp Trattner fokussiert.

Werdohl - „Wir haben etwas gutzumachen. So wie in Senden dürfen wir uns nicht präsentieren – und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass so etwas nochmal vorkommt“, spricht Trainer Jens Burzlaff vor der Partie des Handball-Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl am Freitagabend (Anwurf: 20.30 Uhr, Böddinghausen) gegen den OSC Dortmund Klartext.

Der Start in die Saison verlief für die Gäste aus Dortmund überraschend holprig. Von der Papierform her zählt Jens Burzlaff den OSC nämlich zu den Topteams der Verbandsliga, und ordnet ihn direkt hinter Schalke und den RSVE Siegen ein. Allerdings hatte die Sieben von Trainer Christian Feldmann zuletzt mit einigen Verletzungen zu kämpfen. Unter anderem stand auch der ehemalige HSVer Marc Bardischewski nicht zur Verfügung. Auf Seiten der Hausherren fehlen weiterhin Winkelsträter und van der Hurk. Im Rahmen einer MRT-Untersuchung, das berichtet Burzlaff, sei bei „Bommel“ van der Hurk zwar eine kleine Fraktur in der Schulter diagnostiziert worden, länger als vier bis fünf Wochen wird der Rückraum-Shooter aber wohl nicht mehr ausfallen.

Viel Zeit investierte Burzlaff in den vergangenen Tagen in die Analyse der Dortmunder, die der HSV-Trainer zu den besonders interessanten Teams zählt. Vielleicht auch deshalb, weil der OSC wie die HSV auf junge Trainer baut. Jens Burzlaff und sein Gegenüber Christian Feldmann, der viele Jahre als Spielmacher die Fäden bei der SGSH zog und den TV Olpe zuletzt als Spielertrainer in die Landesliga führte, sind deutlich jünger als das Gros der Kollegen. „Das wird spannend“, sagt der HSV-Coach, der sich und seine Sieben optimal vorbereitet hat, um im Duell der Trainer-Youngster die Nase vorne zu haben.

Jens Burzlaff sieht OSC in der Favoritenrolle

Dass die Bierstädter in eigener Halle gegen Hattingen (26:28) und Eintracht Hagen II (30:34) verloren, überraschte wohl nicht nur den HSV-Coach. Auch das knappe 22:20 des OSC gegen das punktlose Ligaschlusslicht Teutonia Riemke am vergangenen Spieltag entsprach nicht unbedingt den Erwartungen. Davon will sich Jens Burzlaff aber nicht täuschen lassen. In den Dortmundern stecke deutlich mehr, als es die nackten Zahlen bisher veranschaulichten. „Sie spielen sehr schnell nach vorne und haben im aufgebauten Angriff vier, fünf Konzeptionen, auf die wir uns einstellen müssen“, hat Burzlaff beobachtet.

Obwohl der OSC in einigen Begegnungen meist im 6:0-System verteidigte, geht man im HSV-Lager davon aus, dass die Gäste eine Abwehrvariante wählen werden, die sich auf Philipp Trattner fokussiert.

Im Vergleich zu den zurückliegenden beiden Wochen fand in dieser Woche bei den Plettenbergern und Werdohlern wieder ein effektives Training statt. „Das hat man dem Spiel in Senden angemerkt“, begründet Jens Burzlaff im Nachhinein zumindest zum Teil das 19-34-Debakel beim ASV. Trotz schlechtem Start sieht er die Dortmunder in der Rolle des Favoriten, rechnet sich aber etwas aus, wenn Lengelsen und Co. an die Stimmung und das Auftreten wie in den Duellen gegen Westfalia Halingen und TuS Bommern anknüpfen können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare