Der HSV gehen am Ende die Kräfte aus

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Nils Scheuermann und die HSV Plettenberg/Werdohl boten dem Tabellenzweiten aus Haltern mit einer Energieleistung lange Paroli. Am Ende aber musste die HSV dem hohen Kräfteverschleiß Tribut zollen.

Werdohl - Es war von vornherein klar, dass die Verbandsliga-Handballer der HSV Plettenberg/Werdohl gegen den Tabellenzweiten aus Haltern nur eine Chance haben würden, wenn sie an ihre Grenzen gehen. Das haben Lengelsen und Co. 30 Minuten lang perfekt umgesetzt und dem Favoriten die Stirn geboten. Für 60 Minuten reichten die Kräfte allerdings nicht: Haltern-Sythen gewann am Samstagabend am Riesei vor 200 Zuschauern 26:22 (12:12).

In der ersten Halbzeit machte die Burzlaff-Sieben ein starkes Spiel. Das Kollektiv betrieb einen immensen Aufwand, um Halterns Vorteile zu kompensieren. Laufbereitschaft und Engagement – die HSV agierte jenseits des Drehzahlbegrenzers. Dazu kam eine ordentliche Portion Spielfreude sowie konsequentes Tempospiel.

Von der ersten Minute an kämpfte die HSV-Abwehr. Dahinter zeichnete sich ein Max Bergner wie erhofft mit mehrere Paraden aus. Haltern-Sythen versuchte alles, doch der Underdog hielt dagegen. Mehrfach bekam das Burzlaff/Bluhm-Team Szenenapplaus. Druckvoll, ideenreich und zielstrebig ging die HSV zu Werke, wobei die Last auf den Schultern des Rückraums ruhte. Die Außen taten sich über die gesamte Spieldauer schwer, Akzente zu setzen. 18 von 19 Treffern aus dem Spiel heraus gingen auf die Konten der Rückraumachse und des Kreisläufers.

Scheuermann, Scheerer, Lengelsen – bis zur achten Minute führte die HSV 3:0. Beim 4:3 (14.) schloss Haltern-Sythen erstmals auf. Bis zum 11:8 (26.) schienen die Hausherren auf eine komfortable Pausenführung zuzusteuern, machten die Rechnung jedoch ohne den HSC. Der zeigte in der Schlussphase keine Schwächen und traf mit der Sirene zum 12:12.

Jetzt stellte sich die Frage: Kann die HSV weiter auf diesem Niveau spielen, ohne dem bereits überdrehten Motor den Garaus zu machen? Die Körner reichten für weitere acht Minuten. Bis dahin blieb die Begegnung (16:16) offen. Dann machten sich Verschleißerscheinungen bemerkbar. In der Abwehr fehlte häufig der entscheidende halbe Schritt und vorne reichten 90 Prozent Konzentration und Durchschlagskraft nicht aus, um Haltern-Sythen weiterhin Paroli zu bieten.

Kruth, Strotmann, Scherer und Peeren sorgten mit ihren Treffern zum 16:20 (44.) für die Vorentscheidung. Jens Burzlaff gönnte seiner Sieben eine Auszeit und versuchte, die letzten Reserven zu mobilisieren. Zweimal traf van der Hurk zum 18:20-Anschluss, doch Haltern-Sythens Körpersprache sprach Bände. In den letzten zehn Minuten ließen die Gäste nichts mehr anbrennen.

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