HSV Plettenberg/Werdohl verliert in letzter Sekunde

Knappe Niederlage in Haltern: Pierre van der Hurk (vorn) und die HSV Plettenberg/Werdohl. Foto: Krüger

Haltern am See -   Es war wie immer, wenn ein Handball-Team mit einem Tor Differenz verliert: Hinterher war Grübeln angesagt, meinte Jörg Klose, Co-Trainer des Handball-Verbandsligisten HSV Plettenberg/Werdohl. Die Sieben aus dem Lennetal unterlag beim HSC Haltern-Sythen 27:28 (14:14).

Von Axel Krüger

Dabei hatten die Sauerländer in der Stadt am Stausee die Chance, auf alle Fälle einen Punkt zu entführen: 25 Sekunden vor Schluss eroberte die HSV beim Stand von 27:27 in Unterzahl den Ball, war zehn Sekunden später wieder komplett. „Dann waren wir nicht geschickt“, gab Trainer Friedhelm Ziel zu. Anstatt die Uhr herunterlaufen zu lassen, versuchte Michel Lengelsen einen Bodenpass, der prompt abgefangen wurde. Die Halterner liefen noch einen Gegenstoß, Jugoslav Lakic verhinderte den Torwurf regelwidrig – so gab es einen Siebenmeter, der nach der Schlusssirene ausgeführt wurde. Dominik Meckel, der vorher vier Strafwürfe pariert hatte, bekam zwar noch die Finger an den Ball, aber das Leder schlug unter dem Jubel der Heimmannschaft und ihrer Fans im Tor ein.

Gut eingestellt auf HSC-Rückraum-Shooter

Dabei hätten die Märker einen Punkt verdient gehabt. Auf die Halterner Rückraum-Shooter Mazur und Westphal hatten sich die Plettenberger und Werdohler gut eingestellt. „Haltern hatte nur eine Auslösehandlung, die wir nicht verteidigen konnten“, erinnerte sich Ziel. Nach einer vollkommen ausgeglichenen ersten Halbzeit kam das Team aus dem nördlichen Ruhrgebiet mit dieser Angriffsvariante und mit einer 5:1-Deckung – vorher hatte Haltern eine Manndeckung gegen Marc Bardischewski gespielt – zu einer 25:19-Führung (50.).

Formation mit Lakic und de Liello sticht

Von den verschiedenen Formationen, die Ziel ausprobierte, stach aber schließlich doch noch eine, nämlich die mit Jugoslav Lakic und Oliver de Liello im Rückraum. Die HSV holte Tor um Tor auf, stand beim 27:27 und Ballbesitz kurz vor dem Teilerfolg beim Tabellenvierten – und warf dann den Ball weg.

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