Handball

SGSH Dragons verlieren nach halbjähriger Spielpause Derby gegen den TuS Volmetal

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SGSH-Trainer Mark Schmetz sah am Samstag eine Niederlage seines Teams.

Zum Auftakt des Dreier-Turniers kassierte Handball-Drittligist SGSH Dragons im Derby gegen den Ligarivalen TuS Volmetal eine Niederlage. Das Ergebnis war beim „Return to play“ nach halbjähriger Spielpause aber eher zweitrangig.

Halver - Es war ein kurzer, aber ein ganz besonderer Moment, als sich die Akteure der SGSH Dragons und des TuS Volmetal nach der Schlusssirene des Derbys zum Auftakt des Dreier-Turniers auf den Weg vor die leeren Ränge machten und applaudierten. Dieser aufrichtige Applaus richtete sich an die eigenen Fanlager, die nach einer halbjährigen Spielpause beim „Return to play“ an der Mühlenstraße wegen der Corona-Pandemie nicht dabei sein konnten. Zumindest nicht in der Halle. Im auf Youtube übertragenen Live-Stream unter der unterhaltsamen Moderation von Nils Koschinsky (SGHS) und Jens Schiling (TuS) aber folgten am Samstagnachmittag in der Spitze knapp 180 Zuschauer das Derby, das die Drachen gegen den Drittliga-Nachbar vom Volmewehr mit 23:27 (14:14) verloren. Das Ergebnis, es war bei allem Prestige an diesem Nachmittag aber zweitrangig. Es ging in erster Linie darum, unter Wettkampfbedingungen wieder Spielpraxis zu sammeln.

Es war einfach schön, dass wir nach einem halben Jahr mal wieder ein Spiel hatten. Und dann auch gleich ein Derby. Zwar ohne Zuschauer, aber trotzdem hat man gemerkt, dass es ein Derby war. 

Mark Schmetz, SGSH-Trainer

„Es war einfach schön, dass wir nach einem halben Jahr mal wieder ein Spiel hatten. Und dann auch gleich ein Derby. Zwar ohne Zuschauer, aber trotzdem hat man gemerkt, dass es ein Derby war. Am Ende ist mir das Ergebnis eigentlich relativ egal“, sagte SGSH-Coach Mark Schmetz, der auf Klasmann, Diehl, Bleckmann und Neuzugang Perey gar nicht und während der Partie verletzungsbedingt dann auch nicht mehr auf Kreisläufer Dommermuth zurückgreifen konnte. Dafür aber gab der Coach aus den Niederlanden den Youngstern Christopher Börner, Nico Jannack und dem erst 17-jährigen Arvid Dragunski die Möglichkeit, sich zu präsentieren. „Kompliment an die jungen Spieler, die reingekommen sind. Sie haben ihre Sache gut gemacht“, betonte Schmetz, der unterm Strich zufrieden wirkte nach den ersten 60 Minuten nach einer gefühlten Ewigkeit und reichlich durchwechselte. „Diese Spiele müssen wir nutzen, um wieder ein bisschen Rhythmus zu bekommen, um Wettkampfpraxis zu haben .Und auch die jungen Spieler spielen zu lassen, weil wir sie in der nächsten Saison brauchen“, so Schmetz, der einen guten Auftakt seiner Mannschaft sah.

Defensivleistungen hüben wie drüben eher dürftig

Die Dragons, bei denen Julian Borchert im ersten Durchgang zwischen den Pfosten stand und starke 30 Minuten absolvierte, erwischten den bessern Start (3:1, 3.) in dieses Turnierspiel, das trotz der mangelnden Spielpraxis hüben wie drüben ein ansehnliches war. Zumindest offensiv. Beide vor dem Anwurf negativ auf das Coronavirus getesteten Teams gingen hohes Tempo, hier und da aber gab es freilich Abstimmungsprobleme, Ballverluste, Ungenauigkeiten und auch den einen oder anderen unpräzisen Abschluss. Grundsätzlich aber war es ein erfrischend munterer Auftritt der beiden Drittligisten, die allerdings in den Abwehrreihen noch deutliches Steigerungspotenzial offenbarten nach der langen Pause. Phasenweise waren die Defensivleistungen hüben wie drüben dann doch eher dürftig.

Weil die SGSH in den ersten 20 Minuten in der Deckung etwas energischer zupackte und im Angriff zunächst besser zu ihrem Rhythmus zu finden schien, brachte sie eine Drei-Tore-Führung (7:4, 14.), die auch nach Schetters zweiten verwandelten Siebenmeter zum 10:7 (18.) noch bestand hatte, auf die Anzeigetafel. Mit einem 3:0-Lauf aber meldete sich der TuS zurück. Und der Rode-Sieben gelang es auch nach einem erneuten Drei-Tore-Rückstand (14:11, 26.), bis zur Pause zu egalisieren. Stange und zweimal Heidemann stellten in den Schlussminuten des ersten Durchgangs auf 14:14. „Was tut das gut, die Jungs wieder zu sehen“, lautete einer der Kommentare, die die Zuschauer auf Youtube während der Partie in einem Live-Chat abgeben konnten. Es waren wahre Worte…

Nach dem Seitenwechsel gab es mehrere Wechsel, rückte bei den Dragons Vukas für Borchert zwischen die Pfosten, auf Linksaußen brachte Schmetz nun Merhar für Schetters. Bei den Gästen rückte derweil Kowalski an den Kreis, dem von der Marke mit dem 15:16 (34.) die erste Gäste-Führung des Tages gelang. Und diese Führung bauten die „Taler“, die sich in der Abwehr im zweiten Abschnitt und im Gegensatz zu den Gastgebern deutlich steigerten, auf 17:20 (45.) aus. Schmetz nahm die Auszeit. Christopher Börner, der mit seinem Tor auch einen Gruß an den am Samstag Geburtstag feiernden Vater Ken sendete, und Rechtsaußen Frenzel brachten die SGSH auf 19:20 heran. Weil Gipperich dann frei an TuS-Keeper Quick scheiterte, blieben die Gäste in Front. Nach dem erneuten Anschlusstreffer durch Börner zum 20:21 (52.) zogen die Grün-Weißen dann, auch weil die SGSH im Aufbau zu fehlerlastig agierte und defensiv ohne Dommermuth einige Lücken nicht schließen konnte, mit einem 4:0-Lauf entscheidend auf 20:25 (56.) davon und gewannen aufgrund der zweiten Halbzeit letztlich auch verdient an der Mühlenstraße.

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