Todor Ruskov: Ende einer schweren Zeit

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Nicht nur in der Freiwurfmauer im Zentrum der Defensive: Todor Ruskov (Nummer 22) feierte am Samstag in Fredenbeck nach langer Verletzungspause einen guten Einstand im SGSH-Team.

Schalksmühle - Es wird eng und enger nach den Ergebnissen des Wochenendes für die SG Schalksmühle-Halver im Abstiegskampf der 3. Liga West. Allerdings darf die SGSH trotz der sechs Niederlagen in Serie gestärkt aus dem Gastspiel bei Spitzenreiter VfL Fredenbeck in die Wochen der Wahrheit gehen.

Eine der positiven Botschaften des Samstags war ohne Zweifel das Mitwirken von Todor Ruskov. Bereits bei der SGSH als Neuzugang vorgestellt, hatte sich Ruskov bekanntlich im Juni kurz vor dem Dienstantritt am Löh im Einsatz fürs bulgarische Nationalteam die Achillessehne gerissen. „In so einer Situation bin ich noch nie gewesen“, sagt Ruskov nach seinem Comeback in der Geestland-Halle. Ein Comeback auf dem sportlichen Parkett, das gleichzeitig ein Debüt war – sein Debüt im SGSH-Trikot. „Ich bin ja vorher nie richtig verletzt gewesen“, stellt der Linkshänder fest, „das war schon schwierig für den Kopf, gerade in den ersten Wochen.“ Ruskov arbeitete bald schon hart für sein Comeback, fand viel Unterstützung im Umfeld der SGSH. „Der Verein stand die ganze Zeit hinter mir“, sagt er. Auch seine Trainer-Aufgabe bei der weiblichen A-Jugend der SGSH Juniors half ihm bei der Integration an seinem neuen Wohnort. Bei 100 Prozent ist Ruskov derweil längst noch nicht.

In Fredenbeck reichte es für einen Einsatz in der Defensive – nach der roten Karte gegen Maciej Dmytruszynski (5.) kam dieser Einsatz schneller als erwartet. Mitten hinein in die Verantwortung, die er gleichwohl mit seiner Erfahrung vom internationalen Parkett und in höheren Spielklassen unaufgeregt meisterte. Er hatte das Zentrum der Abwehr direkt gut im Griff, störte zum richtigen Zeitpunkt, ohne grob foul zu spielen. Es war ein Auftritt, der Eindruck hinterließ. „Fürs erste Spiel habe ich alles gegeben“, sagt Ruskov, „wir hätten einen Punkt mitnehmen können, dafür müssen wir hinten aber noch stabiler stehen. Aber ich bin da positiv gestimmt. Es wird immer besser werden – wir haben jetzt zwei Heimspiele. Und die müssen wir nun beide gewinnen.“

Wichtige Heimspiele

Die Spiele, von denen Ruskov spricht und in denen er dann womöglich gemeinsam mit Dmytruszynski einen ganz neuen Innenblock bilden dürfte, sind nach den jüngsten Entwicklungen auf einmal Schlüsselspiele für die SGSH: Am Samstag gastiert die HSG Varel Friesland (10.) am Löh. Nach der Karnevalspause erwartet die SGSH in einem weiteren der sieben Heimspiele in Schalksmühle die SG Ratingen (7.). Zwei Gegner, die aktuell vor der SGSH rangieren, aber beide noch nicht aller Sorgen ledig sind.

„Sportler leben von Erfolgen. In Fredenbeck haben wir mutig gespielt und eine gute Leistung gezeigt“, sagte Trainer Mathias Grasediek am Samstagabend, der sich vor allem darüber freute, dass die Abläufe in der Offensive besser geklappt hatten als zuletzt, die Arbeit der Woche allen voran bei Kristian Eskericic Früchte getragen hatte. Auch sein Auftritt in Fredenbeck gehörte zu den Mutmacher für die wichtigen nächsten Spiele. In der Form und mit der Disziplin, die er am Samstag zeigte, könnte er ein Trumpf werden in den nächsten Wochen.

Und Trümpfe in der Hinterhand kann die SGSH nach nun sechs Niederlagen in Serie gar nicht genug haben. „Es fehlen nur noch Mosaiksteinchen“, sagte Mathias Grasediek am Samstagabend nach den Eindrücken von Fredenbeck auf der Pressekonferenz und ergänzte: „Gegen Varel bin ich zuversichtlich, dass wir einen Sieg landen werden.“

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