Ein Hauch von Nationalteam für Schalksmühler Talent

Zum DHB-Lehrgang in Süddeutschland: Till Miekus (rechts).

Schalksmühle -   Während die meisten Handballer die Karnevalspause genossen, gab es für Till Miekus keine Zeit zum Verschnaufen. Der hoch talentierte Schalksmühler in Diensten der HSG Herdecke/Ende, nahm zwei Tage lang an einem Sichtungswochenende für die Jahrgänge 1998 und jünger des Deutschen Handball-Bundes (DHB) im baden-württembergischen Ostfildern teil.

Von Wesley Baankreis

Zusammen mit seinem Teamkollegen Dominik Spannekrebs absolvierte der Rechtsaußen aus Heedfeld neben den Trainingseinheiten mit dem 12-köpfigen Kader der Westfalenauswahl gegen zehn Teams anderer Landesverbände ein Turnier.

„Das gesamte Wochenende war eine hoch professionelle Angelegenheit. Da haben sich die Jungs fast wie Jugendnationalspieler gefühlt“, berichtet Vater Manfred Miekus von den Erlebnissen Tills.

Dabei war für den für den ehemaligen Spieler der SGSH Juniors in Süddeutschland durchweg höchste Konzentration gefordert. Unter den Augen von Männer-Bundestrainer Martin Heuberger und Junioren-Nationalcoach Christian Schwarzer standen zunächst vielfältig gestaltete Trainingseinheiten und Leistungstests an. Im Rahmen eines Athletiktests mussten die Nachwuchshandballer unter anderem ihre Fähigkeiten im beidbeinigen Weitsprung, der Wurfgeschwindigkeit, einem 20-m-Sprint, einer Jump and Reach-Übung sowie Turnübungen unter Beweis stellen, bevor es zum Technik- und Taktikteil überging. Hier drehte es sich vorrangig um Torgefahr aus der Stoßbewegung mit Abschluss durch einen Schlagwurf.

Westfalenauswahl auf Rang sechs

Nach den Trainingseinheiten konnten sich die Jung- Handballer dann unter realen Wettkampfbedingungen beweisen. Am Ende reichte es für Till Miekus, der als einer der wenigen Linkshänder viel Spielzeit bekam, und die Westfalenauswahl zu Rang sechs. Im Rahmen der Sichtung trafen Miekus und seine Kollegen in der Sportschule Ruit durch Zufall auch auf die Fußball-Nationalmannschaft Chiles, die sich auf das Länderspiel gegen Deutschland vorbereitete.

Ob und wie es für Miekus auf DHB-Ebene weiter geht, stand direkt nach Sichtungsende noch nicht fest. Erst wenn die Auswertung aller Tests und Spiele abgeschlossen ist, erfolgen die Einladungen für einen Folge-Lehrgang im Frühjahr. „Das wäre eine tolle Sache. Aber alleine die Teilnahme an der Sichtung war ein großer Erfolg“, ist Manfred Miekus schon jetzt stolz auf einen Sohn.

Unabhängig vom Ausgang der Sichtung könnte für Till Miekus Ende März bereits das nächste Highlight anstehen, sollte der Schalksmühler wieder für die Westfalenauswahl des Jahrganges 1997 nominiert werden, die vom 21. bis 23. März beim „Heimspiel“ in Unna um den Länderpokal kämpft.

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