Handball: SGSH-Testspiel

Grenze aufgezeigt bekommen

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War im Testspiel gegen Zweitligaaufsteiger TuS Ferndorf viermal vor dem Tor erfolgreich: SGSH-Neuzugang David Bleckmann. Hier wird er früh attackiert von Ferndorfs Julian Schneider.

Kreuztal - Was SGSH-Trainer Stefan Neff eigentlich für den Test am Wochenende gegen Zweitligist VfL Eintracht Hagen prophezeit hatte, es ist dann doch noch eingetreten – allerdings erst am Mittwochabend. 

Den Drittligahandballern wurden beim Spiel gegen den Zweitligaaufsteiger TuS Ferndorf die Grenzen aufgezeigt. Die Volmestädter unterlagen nach einer schwachen ersten Hälfte (10:20) am Ende sehr deutlich 26:37. Die SGSH schien zunächst gut in die Partie zu finden. In den ersten fünf Minuten (3:3) war das Match recht ausgeglichen. Die Hintermannschaften beider Teams ließen innerhalb des Neun-Meterraumes nicht viel zu. Neuzugang David Bleckmann probierte es immer wieder aus der zweiten Reihe. Er traf in den ersten drei Minuten zweimal. 

Dann brach die Neff-Sieben aber regelrecht ein: Über ein 7:4 (12.) zogen die Siegerländer bis zur 15. Minute auf 10:4 davon. Technische Fehler schlichen sich ins Spiel der SGSH ein. Hinzu kamen zahlreiche Fehlwürfe. Auch die Abwehr um den Mittelblock Diehl/Luciano wirkte zunehmend instabil. Vor allem Ferndorfs Jonas Faulenbach bekam die Schalksmühler Defensive in der ersten Viertelstunde nicht in den Griff. Das sollte auch bis zur Halbzeit so bleiben: Ferndorf baute seinen Sechs-Tore-Vorsprung auf zehn Tore aus, mit 20:10 ging es schließlich in die Pause. 

In Durchgang zwei zeigte die SGSH dann aber eine bessere Leistung: Zwar machte die Schalksmühler Hintermannschaft keinen erheblich besseren Eindruck, aber mit dem eingewechselten Tobias Schetters gewannen die Gäste ordentlich an Durchschlagskraft. Seine zwei Treffer unmittelbar nach der Halbzeitpause brachten die SGSH wieder auf acht Tore heran. Doch die Offensivprobleme der Volmestädter hielten weiter an. Denn in der Ferndorfer 6:0-Deckung ergaben sich wenig Räume. 

Immer wieder versuchten Florian Diehl und Alexandre Brüning – meist vergeblich – Dominic Luciano, und später Youngster Steffen Prior, am Kreis in Szene zu setzen. Der Weg führte im Angriff daher meist über den Rückraum oder über Außen. Für die Neff-Schützlinge wurde es in der Schlussviertelstunde der Partie dann aber zunehmend leichter, vorne Lösungen zu finden. 

Diehl, Brüning und Schetters brachten die Abwehr der Hausherren immer mehr in Bewegung. Trotz einer couragierten Leistung in Durchgang zwei konnten die Volmestädter den Siegerländern am Mittwoch allerdings nicht mehr gefährlich werden. Die Partie endete 37:26. Am Freitag wartet auf die SGSH dann noch ein Test gegen SG Überruhr aus Essen (18.30 Uhr, Sporthalle Löh) und am Samstag gegen den ASV Hamm II (17 Uhr Ganztagsschule Halver). 

"Eine Arte Warnschuss"

Trainer Stefan Neff (SGSH): „Uns wurde gewissermaßen heute eine Grenze aufgezeigt. In der ersten Halbzeit stimmte die Einstellung einfach nicht. Für die zweite haben wir uns mehr vorgenommen und ich denke, dass die Mannschaft dann auch ein Stück weit Charakterstärke bewiesen hat. Sonst wäre es nochmal deutlicher geworden. Vielleicht war unsere Leistung in der ersten Hälfte ja zur richtigen Zeit noch ein Schuss vor den Bug, eine Art Warnschuss sozusagen."

SGSH: Plessers, Sackmann (ab 47.) – Jorajuria, Diehl, Brüning (jeweils 3), Bleckmann (4), Merhar (2), Luciano (1), Schetters (8), Hüller (2), Prior, Ruskov 

TuS Ferndorf: Rottschäfer, Puhl, Hottgenroth – Barwitzki (6), M. Michel (5), Faulenbach, L. Schneider, Sorg, J. Schneider (jeweils 4), Wörner, Neitsch, Irle (jeweils 2), Basic, Koloper, Müller (jeweils 1), L. Michel, Rink, Zerbe, Wicklein

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