Formella: "Dürfen jetzt nicht zufrieden sein"

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"Es war ein ganz enges Ding, nichts anderes habe ich erwartet", stellte SGSH-Trainer Mathias Grasediek nach dem Derbysieg fest.

Hagen-Dahl - Die Punkte waren verteilt, ein eindrucksvoller Abend zu Ende: 27:24 setzte sich die SG Schalksmühle-Halver am Samstagabend im Derby beim TuS Volmetal durch. Was aber sagten die Protagonisten zu den 60 Derby-Minuten? Die Stimmen zum Lokalfight.

Dominik Formella (Torhüter SGSH und einer der Väter des Sieges):  "Es war alles sehr emotional seit dem letzten Samstag. Die Woche war für uns außergewöhnlich, weil wir uns unheimlich viel mit uns selbst beschäftigt haben. Die letzten beiden Spiele waren nicht in Ordnung. Dieses Derby war ein erster Schritt in die richtige Richtung, aber nur ein erster. Wir dürfen jetzt auf keinen Fall zufrieden sein, müssen vielmehr diese Leistung am Mittwochabend gegen Longerich bestätigen. Das wird schwierig genug."

Dirk Sackmann (Torwarttrainer des TuS Volmetal und Ex-Keeper des Schalksmühler TV in der Regionalliga): "Am Ende war es verdient, das muss man sagen. Unsere Chancenverwertung war in der zweiten Halbzeit nicht gut, und dann war da noch der gute Kollege Formella, der wirklich stark gehalten hat. Bei der SGSH hat man gesehen, dass da sehr viel Potenzial ist. Wenn die Jungs erst einmal richtig eingespielt sind, geht da noch eine ganze Menge."

SGSH gewinnt Derby beim TuS Volmetal 27:24

Stefan Neff (Trainer TuS Volmetal): "Das Spiel war sehr umkämpft, so wie man sich ein Derby vorstellt. Es war immer auf des Messers Schneide. Am Ende setzt sich die individuelle Klasse durch - Lutz Weßeling hat dann gerade bei den Zeitspiel-Situationen oft getroffen. Die Rote Karte gegen Christian Feldmann hat uns nicht gut getan. Wir sind bis dahin gegen diese Abwehr zu Chancen gekommen, die SGSH hat danach noch einmal die Abwehr verändert, was es uns schwerer gemacht hat. Das war ein mitentscheidender Faktor. Meine Mannschaft hat kämpferisch eine klasse Leistung gezeigt. Am Ende haben Nuancen entschieden. Damit kann ich leben, wir waren ebenbürtig. Beim 18:18 hätten wir den Gegner mental unter Druck setzen können, wenn wir in Führung gegangen wären. Das haben wir leider nicht geschafft."

Grasediek: "Ich bin mehr als erleichtert"

Lutz Weßeling (elffacher Torschütze der SGSH): "Jeder hat heute ein tolles Spiel gemacht, alle haben super gekämpft. Ich wollte heute unbedingt die Dinger reinhauen - und wenn man es so unbedingt will, dann klappt es auch. Es war heute eine Mega-Spiel der Abwehrreihen, spielerisch kein Leckerbissen, aber mit ganz viel Kampf."

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Mathias Grasediek (Trainer SGSH): "Es war ein ganz enges Ding, nichts anderes habe ich erwartet. Mit den doppelten Zeitstrafen gegen Feldmann und Luciano hatten wir schon schwere Rucksäcke vor der zweiten Halbzeit zu tragen. Ziel war es dann, erst einmal die erste Viertelstunde zu überstehen, das hat geklappt. Es waren heute viele schwere taktische Aufgaben, die wir weitgehend gut gelöst haben - und sonst hat uns Lutz Weßeling geholfen. Ich bin mehr als erleichtert. Man kann heute beiden Mannschaften gratulieren zu diesem Derby."

Lueg: "Beide Mannschaften können zufrieden sein"

Carsten Lueg (Mannschaftsarzt der SGSH und des TuS): "Für mich war es ein sehr schönes Derby. Beide Mannschaften haben das klasse gemacht. Volmetal hat sehr gut gekämpft und lange dagegen gehalten. Die SGSH hat auch viel Herz und Leidenschaft in dieses Spiel gelegt, angeführt von einem ganz starken Lutz Weßeling und Dominik Formella im Tor. Ich denke, beide Mannschaften können mit dem Abend zufrieden sein."

Niklas Polakovs (dreifacher Torschütze für Volmetal, Ex-SGSH-Akteur): "Es war ein sehr enges Spiel, und wir vergeigen es in fünf Minuten in der zweiten Halbzeit, in denen wir zu viele Bälle einfach nicht reinwerfen. Die SGSH hat dagegen die einfachen Tore gemacht. Ich denke, dass die Schalksmühler am Ende das Quäntchen Glück auf ihrer Seite gehabt haben, was uns gefehlt hat. Natürlich ist man noch so einer Niederlage enttäuscht."

Markus Knuth (2. Vorsitzender der SGSH): "Die Mannschaft hat eine tolle Reaktion gezeigt und den Worten aus dieser Woche Taten folgen lassen. Das hat man vor allem in der Abwehr gesehen, da hat einer für den anderen gekämpft. Das war eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung. Am Ende haben wir ein bisschen mehr Körner gehabt."

Ken Börner (1. Vorsitzender der SGSH): "Ich will heute eigentlich gar nicht viel sagen. Hauptsache, wir haben gewonnen!"

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