Handball, 3. Liga Nord-West

Neff: "Ich werde mich nicht verbiegen, um irgendwem zu gefallen"

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Stefan Neff beim Gastspiel in Minden: Emotionen gehören für den Hagener auf der Bank dazu.

Schalksmühle - Vier Spielzeiten und drei Spieltage lang war Stefan Neff Cheftrainer beim Handball-Drittligisten SGSH Dragons. Am Dienstagabend wurde Neff beurlaubt. Was sagt der Trainer zu seiner Beurlaubung?

Stefan Neff, möchten Sie schon Stellung nehmen zur Ihrer Beurlaubung? Wie geht es Ihnen? 

Es zieht einem den Boden unter den Füßen weg. Ich habe schon Aurich-Videos geschaut und war aufs Training vorbereitet. Mit so etwas habe ich nicht gerechnet. Ich kann es auch nicht nachvollziehen, nur professionell hinnehmen. Das ist gewiss keine angenehme Situation, aber vielleicht gehört sie zum Trainerprofil dazu. 

Die SGSH Dragons sind Tabellenführer der 3. Liga. Wie erklären Sie sich die Beurlaubung? 

Ich lege Wert darauf, dass das mit keinem bestimmten Vorfall zu tun hat –auch, damit es da keine Spekulationen gibt. Als man mich geholt hat vom TuS Volmetal, hat man gewusst, dass ich kein leiser Trainer bin. Ich bin ein emotionaler Typ, das war immer so und wird immer so sein. Damit bin ich auch erfolgreich gewesen. Wenn ein Verein nun sagt, dass er diese Emotionen nicht will, dann bin ich der falsche Mann. Ich werde mich jedenfalls nicht verbiegen, um irgendwem zu gefallen. Ich bin Handball-Trainer, das ist mein Job. Da will ich erfolgreich sein. Und da bin ich auch ein Stück weit besessen. Diesen Weg werde ich weitergehen. 

Wenn Sie nun zurückschauen auf die Zeit bei der SGSH, was bleibt? 

Ich bin stolz auf die Entwicklung und die Erfolge. Im ersten Jahr waren wir 13., dann Achter, Sechster und Zweiter. Nun stehen wir an der Spitze. Als ich kam, war es chaotisch. Nun übergebe ich eine intakte Mannschaft. Es tut mir weh, dass ich diesen Weg nun nicht mehr weitergehen kann. 

Stefan Neff, vielen Dank für das Gespräch!

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