250-Euro-Geldstrafe

Junge Schiedsrichterinnen sexistisch beleidigt

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Die Grünenbaumer Gruppierung "TGB Ultra" zeigt sich stets mit diesem Plakat. 

HALVER - Roland Janson, Staffelleiter der Handball-Kreisliga A, hat zügig auf die Vorkommnisse beim Meisterschaftsspiel des TuS Grünenbaum und dem TuS Plettenberg am 7. Dezember reagiert. Wegen sexistischer Beleidigungen der Grünenbaumer "Fan"-Gruppierung "TGB Ultra" gegenüber den jungen Schiedsrichterinnen verhängte der Funktionär eine Geldstrafe in Höhe von 250 Euro.

Die Referees Svetlana Grubac (Halver-Schalksmühle) und Annika Worobey (Lüdenscheid) hatten sich beim fraglichen Spiel schon früh massiven, an dieser Stelle nicht zitierfähigen Beleidigungen ausgesetzt gesehen und diese auch im Spielbericht vermerkt. "Ein absolutes Unding, ein ,no go`", bezeichnete Janson, der auch Schiedsrichterlehrwart im Kreis Lenne-Sieg ist, die "neue Qualität" der Beleidigungen. Janson begrüßte ausdrücklich, dass das junge Gespann die Vorkommnisse im Spielbericht vermerkt hätten – "denn nur dann haben wir eine Handhabe."

Der daraus entstandene "Schuss vor den Bug" für den TuS Grünenbaum (O-Ton Janson) fällt durchaus spürbar aus. Neben den 250 Euro Geldstrafe schickt der Staffelleiter noch eine eindringliche Warnung an die TuS-Verantwortlichen hinterher. So könnte im Wiederholungsfall auch eine mit weiteren Kosten verbundene Verbandsaufsicht bei Grünenbaumer Heimspielen die Folge sein.

Von der Abteilungsleitung des Kreisch-Klubs hat Roland Janson unterdessen die Zusicherung erhalten, den oder die Übeltäter möglichst zu ermitteln und mit einem Hallenverbot zu belegen. "Anfeuern ist absolut in Ordnung", so Janson, "aber wir wollen keine Zustände wie beim Fußball."

Übrigens: Das in der Handball-Kreisliga am 7. Dezember ausgefallene Spiel zwischen dem TuS Linscheid/Heedfeld und dem TV Olpe ist neu angesetzt und nicht kampflos gewertet worden. Zum ursprünglichen Termin waren die Gäste aus Angst vor Glatteis nicht angereist. Angesichts von Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt eine Aussage, die zumindest für Stirnrunzeln gesorgt hatte.

Weil sich beide Vereine inzwischen aber auf einen Ausweichtermin geeinigt haben, sah Staffelleiter Janson keinen Grund, nähere Nachforschungen anzustellen. "Ich bevorzuge den sportlichen Weg. Beide Klubs wollen spielen, also wird gespielt." Neuer Termin ist Mittwoch, 15. Januar, ab 20.30 Uhr in der Schalksmühler Sporthalle am Löh.

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