Staffeleinteilung der 3. Liga bleibt unverändert

Kein Wiedersehen mit dem Wilhelmshavener HV: Daniel Buff und die SGSH müssen sich in der neuen Saison eher südlich orientieren.

Dortmund/Schalksmühle - Es bleibt dabei: Die SG Schalksmühle-Halver trifft in der Ende August beginnenden Saison der 3. Handball-Bundesliga (Staffel West) auf die Liga-Neulinge HSG Lemgo II, TSV GWD Minden II, HSG VfR/Eintr. Wiesbaden, SV 64 Zweibrücken, Soester TV und SG Ratingen. Das ist das zentrale Ergebnis des Staffeltages aller 64 deutschen Männer-Drittligisten, der am Samstag in Dortmund stattfand.

Ein Antrag der vier Vereine TV Groß-Umstadt, MSG Groß Bieberau/Modautal, HSG Rodgau Nieder-Roden (alle Hessen) und TV Kirchzell (Bayern) zu einer Neuordnung der Staffeln, der auch die West-Gruppe erheblich tangiert hätte, wurde zwar kontrovers diskutiert, fand aber am Ende nicht die von der Spielleitenden Stelle geforderte Einstimmigkeit unter den Klubs.

Diesem Vorschlag folgend, wäre der TSV GWD Minden II in der Nordstaffel verblieben, der SV 64 Zweibrücken dem Süden zugeordnet worden, und Wiesbaden sportlich in der Ost-Staffel zu Hause. Dafür wären die drei "Nordlichter" HSG Varel Friesland, Wilhelmshavener HV und OHV Aurich - wie in der abgelaufenen Saison - im Westen geblieben. Vorteil dieses Vorschlages: Die von allen deutschen Drittligisten in der neuen Saison zu absolvierenden Strecken würde in der Summe insgesamt "nur" 394.964 Kilometer betragen. Die Einteilung durch den DHB schlägt mit insgesamt 408.900 Kilometer zu Buche.

Die DHB-Spielkommission zeigte sich zwar grundsätzlich offen für eine Änderung der Staffeleinteilung, "aber nur, wenn die Vereine das einstimmig beschließen", so Männer-Spielleiter Michael Kulus. Diese Einstimmigkeit war in Dortmund nicht gegeben. Vor allem die Nordklubs Aurich, Varel und Wilhelmshaven zeigten sich überrascht vom angedachten Verbleib in der West-Staffel. Andere Clubs signalisierten hingegen Zustimmung zur hessisch/bayerischen Initiative. Im Vorfeld hatten sich 32 der 64 Männer-Drittligisten an einer entsprechenden Umfrage beteiligt, wobei 25 Vereine eine Votum pro Neuordnung gegeben hatten.

Bundessportgericht gefordert

Gänzlich "festgezurrt" ist die aktuelle Staffeleinteilung indes noch nicht. Denn: Der TV Groß-Umstadt, die MSG Groß Bieberau/Modautal, die HSG Rodgau Nieder-Roden und der TV Kirchzell haben inzwischen auch den Rechtsweg beschritten. Als nächstes ist nunmehr das Bundessportgericht gefordert.

Mit 37 Nein-Stimmen von 56 abgegebenen Stimmen lehnte der Staffeltag mit deutlicher Mehrheit einen Antrag auf einen staffelübergreifenden Fahrtkostenausgleich in Höhe von zwei Euro pro Entfernungskilometer ab.

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