Handball, 3. Liga West

Mindestens 13 NRW-Teams garantiert

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Kreisläufer Dominic Luciano spielt in der neuen Saison mit Krefeld in der 2. Bundesliga.

Schalksmühle – Der eine oder andere Glückwunsch aus Halver und Schalksmühle ging am Sonntag und Montag über die sozialen Medien an den Niederrhein. Die HSG Krefeld war eine Saison lang der Rivale, an dem die SGSH Dragons als Vizemeister in der 3. Liga West nicht vorbeigekommen sind – den Aufstieg, der am Sonntag in einem so dramatischen Finale in der Rostocker Stadthalle gelang, indes gönnten die SGSH-Fans dem Westmeister.

Die Handballfans hatten auch im Sauerland die Relegation verfolgt. Vielleicht auch deshalb, weil nun ein SGSH-Dauerbrenner in der neuen Saison mit Krefeld in der 2. Bundesliga angreifen darf – Kreisläufer Dominic Luciano zieht es bekanntlich in die Seidenstadt, in der am Montag auf dem Krefelder Rathausbalkon das Team gefeiert wurde. 

Für die 3. Liga West bedeutet es, dass der Meister nun tatsächlich nicht mehr dabei ist im nächsten Jahr. Und so stellt sich die Frage, wie die Weststaffel 2019/20 aussehen wird. Wären die Krefelder gescheitert, so wäre sogar eine Liga mit 16 Mannschaften aus NRW denkbar gewesen. Nun ist dies nicht mehr wahrscheinlich. Dazu müsste in der 2. Bundesliga für die Westteams alles schieflaufen.

Aus dem aktuellen Liga-Bestand verbleiben aus NRW die SGSH Dragons, die Bergischen Panther, der TuS Spenge, der TSV GWD Minden II, der Leichlinger TV, der Longericher SC, der VfL Gummersbach II, das Team HandbALL Lippe II, die Ahlener SG, die SG Menden Sauerland Wölfe und der TuS Volmetal, also elf Mannschaften. Dazu kommt auf jeden Fall der Westfalenmeister LIT Tribe Germania Nordhemmern, der am Samstagabend die Relegation gegen Aurich erfolgreich gestaltet hat, und der HC Rhein Vikings aus Neuss als abgeschlagenes Schlusslicht der 2. Bundesliga. Also werden es auf jeden Fall wieder mindestens 13 NRW-Drittligisten sein wie in dieser Spielzeit. Wahrscheinlich allerdings sogar mehr. 

Ist der VfL Eintracht Hagen zu retten? 

In der 2. Bundesliga steigen in dieser Saison fünf Mannschaften ab. Der VfL Eintracht Hagen belegt aktuell den viertletzten Platz. Der Rückstand aufs rettende Ufer beträgt drei Spieltage vor dem Ende bereits drei Punkte für das Pfannenschmidt-Team. Komplett gerettet ist auch der TSV Bayer Dormagen noch nicht, obwohl er mit dem Auswärtssieg am Sonntag in Dessau einen großen Schritt in Richtung Liga-Verbleib gemacht hat. Neben Neuss ein weiteres Westteam als Absteiger in die 3. Liga West – das ist aktuell ein wahrscheinliches Szenario. 

MTV Rheinwacht Dinslaken hofft weiter 

Und dann ist der noch der MTV Rheinwacht Dinslaken. Der Klub, für den einst der Rumäne Marius Timofte Torschützenkönig in der Drittklassigkeit war, hat als Meister der Regionalliga Nordrhein in der 1. Relegationsrunde der Viertliga-Meister gegen Plochingen den Kürzeren gezogen. In der 2. Runde spielt Dinslaken in einer Dreier-Gruppe gegen den TV Kirchzell (Meister der Oberliga Hessen) und den HSC Bad Neustadt (Meister der Oberliga Bayern). Platz eins oder zwei in dieser Runde würde den MTV glücklich machen und der Weststaffel der 3. Liga ein weiteres NRW-Team bescheren.

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