Erneut ein bitteres Ende für die Ziel-Sieben

Für HSV-Antreiber Michel Lengelsen war die Begegnung in Recklinghausen nach 25 Minuten und zwei Toren vorzeitig beendet. Nach einem unglücklichen Zweikampf schied er mit Verdacht auf einen Bänderriss aus. Foto: Meyer

Recklinghausen -  Das ist schon fast ein Fluch – erneut musste sich die HSV Plettenberg/Werdohl mit einer knappen Niederlage abfinden, unterlag bei der HSG Vest Recklinghausen mit 27:28 (12:16). „Am Ende fehlten wieder Kleinigkeiten“, resümierte Trainer Friedhelm Ziel kurz nach dem Spiel.

Von Martin Meyer

Vor allem die individuellen Fehler waren es, die der HSV am Ende zu einem Punktgewinn im Handball-Verbandsligaspiel am Sonntag im Weg standen. Bereits in der Anfangsphase gelangte die HSG gefährlich oft vor das Tor von Keeper Kämmerer. Besonders Tesch nutzte die Startschwierigkeiten seiner Gegenüber aus und steuerte in den ersten acht Minuten drei Treffer zum 6:2 bei.

HSV agiert anfangs zu ungeduldig

Es dauerte rund zehn Minuten, bis auch die HSV ins Spiel fand. Mit wuchtigen Vorstößen setzte sich Bardischewski am Kreis durch, Lengelsen versuchte es aus dem Halbfeld – mit Erfolg. Der Vorsprung der Gastgeber schmolz auf 6:5. Die HSV agierte im folgenden Spielverlauf allerdings überhastet und beging zahlreiche Foulspiele. So durfte HSG-Spielmacher Schomburg nach 14 Minuten bereits zum zweiten Mal zum Siebenmeter antreten. Zielsicher verwandelte er diese Möglichkeiten zum zwischenzeitlichen 10:6. „Wir waren zu ungeduldig und unachtsam“, kommentierte Ziel das Auf und Ab.

Kampflos überließen die HSV-Spieler den Recklinghäusern aber nicht das Feld. Sie formierten einen harten Abwehrriegel und machten der HSG das Leben schwer. Im Angriff war es erneut Bardischewski, der seine Farben im Spiel hielt und wiederum ausglich (22./10:10).

Pech dann für die Gäste, als nach einem unglücklichen Zweikampf Antreiber Lengelsen mit Verdacht auf Bänderriss ausschied (25.). Das HSV-Spiel verlor an Fahrt, vor allem Recklinghausens Linkshänder Zeller nutzte dies aus. Er steuerte zwei Tore zur 16:12-Pausenführung bei.

Formtief der HSG Vest nach Seitenwechsel

Wie ausgewechselt präsentierte sich der Gastgeber nach dem Seitenwechsel. Abspielfehler und vergebene Tormöglichkeiten ebneten der HSV den Weg zurück ins Spiel, beim 17:17 hatte Fenner den abermaligen Ausgleich markiert (35.). Daraus entwickelte sich in der Schlussphase ein offener Schlagabtausch. Die HSV griff nach dem Punktgewinn, doch die Heimmannschaft stemmte sich in der Defensive um einen starken Witkowski mit allen Mitteln dagegen. Letztlich mit Erfolg...

HSG: Thomas, Haunert – Andersen (2), Schwarz, Rolf, Windmüller, Düppel, Stautenberg, Rauschel (4), Schiller, Dalin (2), Delgado (4/2), Schomburg (5/2), Clodt, Witkowski (3), Tesch (4) Zeller (4)

HSV: Meckel, Kämmerer – Hurlbrink, Scheerer, Scheuermann (5), Lakic (1), van der Hurk (4), Burzlaff (1/1), Alissa, De Liello (6), Lengelsen (2), Fenner (1), Bardischewski (7), Winkelsträter

Schiedsrichter: Srijeevaghan/Unbescheidt (Bergkamen/Kamen)

Zeitstrafen: HSG 2, HSV 7

Zuschauer: 140

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare