Vom Vorbereitungs- in den Meisterschaftsmodus

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Gewohnt engagiert: Mateusz Rydz.

Schalksmühle - Eine Vorbereitung ähnelt der anderen: So schaltet die SG Schalksmühle-Halver auch in diesem Jahr zwei Wochen vor dem Start vom Vorbereitungs- in den Meisterschaftsmodus um. Ab sofort gilt: Der normale Rhythmus soll gefunden werden.

Von Thomas Machatzke

So stand am Montagabend zwar noch einmal regeneratives Indoor-Lauf- und Krafttraining nach dem zweiten Trainingslager-Wochenende auf dem Plan, ab Dienstag aber verläuft die Woche so, wie Wochen verlaufen sollen, wenn die Meisterschaft läuft. „Inklusive der Spielvorbereitung“, sagt Mathias Grasediek.

Am Sonntag um 18 Uhr gastiert zur Generalprobe Caslav Dincic am Schalksmühler Löh. Natürlich nicht alleine, er wird seinen Mittelrhein-Oberligisten TuS Derschlag mitbringen. Der gilt als ambitioniert und stark, zudem hat der TuS in dieser Vorbereitung schon einmal gegen die SGSH gespielt. Gute Voraussetzungen, um das Spiel so anzugehen wie ein Pflichtspiel.

Wenn man so will, passt es gut in den Gesamtkontext, dass die SGSH in dieser Phase mit den Problemen zu kämpfen hat, die es auch in der Saison geben wird. Der Kader ist ausgedünnter, als es den Verantwortlichen lieb sein kann. Dominik Formella ist nach seinen Blinddarm-Operationen zwar immer dabei und auch im Lauftraining, von einem Einsatz aber noch ein Stück weit entfernt. Florian Diehl leidet weiter an den Spätfolgen jener unsanften Schienbein-Kollision in der Hammer Westpress-Arena. Und die Linksaußen sind aktuell auch eher linksdraußen. Bei Daniel Krüger wird es angesichts eines Muskelfaserrisses in Richtung Saisonstart ganz eng, bei Tobias Fleischhauer soll in dieser Woche ein Röntgenbild Klarheit über seine Fersenprellung bringen.

Natürlich hoffen die Verantwortlichen, dass es am Ende nicht gar so schlimm ist. Ansonsten dürfte das Spiel mittelfristig weiter einen signifikanten Rechtsdrall haben – wie beim 22:19 in Hagen-Dahl, als quasi alles über die Linkshänder Jacek Wardzinski und Achim Jansen lief. Das war so auffällig, dass es immerhin erstaunlich und auch ein Kompliment für die SGSH war, dass die Volmetaler so wenig in der Lage waren, Lösungen für ihre Abwehrprobleme auf dieser Seite zu finden.

"Wertvoller Hüttenberg-Test"

Es sind im personellen Bereich jedenfalls Umstände, die vergleichbar sind mit jenen bei vielen Klassenrivalen. Schon ehe es in der Meisterschaft richtig intensiv wird, hat die Intensität der Vorbereitung erste Opfer gefordert. Sei’s drum: Der Blick geht nach vorne. Und vorne ist aktuell auch immer dort, wo der neue große Fernseher am Löh hängt. „Der Hüttenberg-Test am Samstag war sehr wertvoll“, sagt Grasediek, „die aggressive 3:2:1-Abwehr erwartet uns auch gegen Ferndorf. Wir haben da ein paar Sachen nicht gut gemacht. Die werden wir auf dem Video auf jeden Fall mal genauer anschauen...“

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