Handball, 3. Liga West

Emotionen für die Heimbilanz

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Trifft am Löh auf seine alte Teamkollegen: der Ex-Gummersbacher Alexandre Brüning.

Schalksmühle - Wer wie die SG Schalksmühle-Halver in zwei Sporthallen zu Hause ist, der muss sich auch zweimal vom Heimpublikum verabschieden: Am Samstagabend steht zunächst der erste Abschied in der Sporthalle Löh an – Gegner ist um 19.30 Uhr der VfL Gummersbach II. Eine Woche später dann wartet der Heimkehraus in Halver gegen Korschenbroich.

Die Heimspiele des Handball-Drittligisten sind ein Thema, bei dem SGSH-Trainer Stefan Neff dieser Tage gerne in Rage gerät. „Die Heimbilanz gefällt mir überhaupt nicht“, sagt der Hagener dann, „ich möchte, dass wir die letzten Heimspiele nutzen und mit Emotionen und Leidenschaft damit anfangen, bei Heimspielen wieder eine Festung aufzubauen. Ich habe genug davon, dass bei uns die Gästeteams am Ende jubeln.“ 

In dieser Spielzeit waren weder die Sporthalle Löh noch die Mühlenstraße eine Festung. Würde ein Abschlussklassement nur nach Punkten aus Heimspielen gebildet – die SGSH wäre als Drittletzter dieser Tabelle sogar der erste Absteiger. 10:16-Zähler stehen vor den letzten Partien zu Buche. Schlechter waren zu Hause nur das abgeschlagene Schlusslicht SG Ratingen (5:21) und der TV Korschenbroich (9:17). „Dafür, diese Bilanz wirklich zu korrigieren, ist es schon zu spät“, sagt Neff, „aber wir wollen erste Schritte in die richtige Richtung machen.“ 

Das Thema ist auf der Zielgerade der Saison ein durchaus willkommenes, weil es vor allem ein motivations-spendendes ist. Mit 23 Pluspunkten ist der Klassenerhalt ja gesichert, vom DHB-Pokal mag im SGSH-Lager – obwohl der Sprung auf Rang sieben theoretisch noch möglich ist – nach den zuletzt 1:3-Zählern gegen Langenfeld und Volmetal im Moment erst mal niemand sprechen. 

Florian Diehl fällt aus

„Eigentlich ist es mir sogar recht, dass es um nicht mehr viel geht – wenn es anders wäre, würden wir wohl noch um den Klassenerhalt kämpfen“, sagt Neff, der sich Sommerhandball trotzdem ganz entschieden verbittet. Gegen Gummersbach II auch deshalb, weil die SGSH mit der Bundesliga-Reserve aus dem Oberbergischen noch eine Rechnung offen hat. Das 24:31 im Hinspiel mit dünner Personaldecke an einem Freitagabend zählte zu den doch sehr enttäuschenden Auftritten seiner Schützlinge in dieser Spielzeit. 

So jubelten die Gummersbacher im Hinspiel beim 31:24-Sieg gegen die SGSH.

„Die Gummersbacher haben eine technisch sehr gut ausgebildete Mannschaft“, sagt Neff, „aber wir haben ein Heimspiel und sind diesmal auch personell sehr viel besser aufgestellt.“ Mit anderen Worten: Alles andere als ein Sieg lässt der Trainer diesmal nicht gelten. Und auch die Spieler – mit Plessers, Mayer, Müller und Brüning immerhin vier Ex-Gummersbacher – werden darauf brennen, dieses Spiel mit zumindest annähernd Derby-Charakter für sich zu entscheiden. 

Personell sieht es besser aus als im Hinspiel, aber optimal auch diesmal nicht. Ob Maciej Dmytruszynski spielen kann, ist wie zuletzt offen. Florian Diehl wird definitiv ausfallen – diesmal beruflich bedingt. Ihn plagt allerdings ohnehin eine Zerrung. Ansonsten aber ist der SGSH-Kader vor dem ersten Heimausklang komplett.

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