Ärgerliche Momentaufnahme pünktlich zur Herbstpause

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Beherzter Einsatz im linken Rückraum: Niklas Polakovs im Duell mit Nils Artmann.

SCHALKSMÜHLE -  Es war ein Geburtstag, wie ihn sich Alex Brauckmann nicht vorgestellt hatte: 30 Jahre alt wurde der Rechtsaußen der SG Schalksmühle-Halver am Sonntag. Ein Sieg bei den Löwen in Duisburg wäre da schön gewesen, doch von der Bank aus verfolgte der Linkshänder, wie die SGSH am Ende beim 27:29 die dritte Niederlage in Folge kassierte.

Brauckmann schaute den Großteil der Spielzeit zu, er hatte zwar auf der rechten Außenbahn begonnen und direkt ein Tor erzielt – nach dem turnusmäßigen Wechsel aber drehte Dennis Hermann auf dieser Position derart auf und erzielte am Ende acht Tore, dass Trainer Mathias Grasediek auf dieser Position gar nicht mehr wechselte.

Es war die einzige Position – Torwart Dominik Formella und Daniel Krüger vielleicht ausgenommen –, auf der es nicht zwischenzeitlich einmal Handlungsbedarf gab. Daneben waren die Leistungen zu schwankend, als dass man sie am oberen Limit hätte verorten können. „Ein Wechselspiel zwischen wirklich guten und wirklich schlechten Phasen“, nannte es Mathias Grasediek in der Analyse, „wir sind wieder nicht in der Lage gewesen, konzentriert das herunterzuspielen, was wir uns vorgenommen haben. Wir machen Dinge teilweise richtig gut und dann im nächsten Moment etwas ganz anderes – das ist nicht erklärbar.“

Vor allem nach dem 21:21-Ausgleich und der OSC-Auszeit, als die Partie Spitz auf Knopf stand, unterliefen dem Gast binnen zwei Minuten drei relativ leichte Fehler. „Wir hatten es in der Hand, das Spiel zu drehen“, sagt Grasediek und schüttelt den Kopf, „letztlich spielen wir aber mit einer Aufstellung, mit der es schwierig wird, ein Drittliga-Spiel zu gewinnen. Das ist ärgerlich, aber eine Momentaufnahme. Die Situation in der Tabelle ist unangenehm – und damit passt sie gut zur Verletztensituation.“

Am Samstag Pokalspiel ohne Harz in Arnsberg

Noch unangenehmer als für die SGSH ist die Tabellensituation aktuell für den Allgemeinen Rather Turnverein aus Düsseldorf (15.) und die TSG Altenhagen-Heepen (16.) aus Bielefeld. Diese beiden Teams sind nach der kurzen Herbstpause die nächsten Gegner der SGSH. Am 9. November geht es in die Landeshauptstadt, eine Woche später gastieren die Ostwestfalen in der Sporthalle Löh. Es sind richtungweisende Spiele für die SGSH. Zwei Siege können für eine ruhigere Adventszeit sorgen. „Was die Jungs jetzt brauchen, um da rauszukommen, das sind Erfolgserlebnisse. Dafür müssen wir die Grundlagen im Training legen“, sagt Grasediek.

Zum Trainingsalltag, der in dieser Woche reduziert stattfindet (kein Montags- und kein Freitagstraining), gesellt sich am Samstag eine Art Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen. In der für die SGSH völlig ungewohnt harzfreien Arnsberger Rundturnhalle wartet die Aufgabe in der 1. Runde des WHV-Pokals beim abstiegsbedrohten Landesligisten TV Arnsberg. „Wir werden das Spiel nutzen, um uns für Düsseldorf einzuspielen, werden ein paar Abläufe einstudieren“, sagt Grasediek, „es hat keine große Bedeutung.“ Soll heißen: Wer eine Pause benötigt, wird sie am Pokalwochenende bekommen. Aufgefüllt wird der Kader in diesen Fällen mit Spielern aus dem Landesliga-Kader.

Thomas Machatzke

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