Nur fünf Gegentore in Halbzeit zwei

SGSH: Abwehr als Schlüssel zum Sieg

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Wieder verletzt ausgeschieden: Florian Diehl.

Gummersbach - Dank einer starken Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit hat die SG Schalksmühle-Halver in der 3. Liga West die Auswärtshürde in der Gummersbacher Schwalbe-Arena genommen: 22:19 (12:14) setzte sich das personell arg gebeutelte Grasediek-Team in einem schwachen Drittliga-Spiel beim HS Gummersbach/Derschlag II durch.

 Mit Feldmann, Merhar, Ruskov, Büchel und Dmytruszynski fielen gleich fünf Spieler des Kaders aus. Immerhin hatte die medizinische Abteilung Diehl und Müller fit bekommen. So begann die SGSH fast in der Formation, in der sie in der zweiten Hälfte in Longerich so erfolgreich gewesen war – nur Eigenbrodt ersetzte auf der linken Seite im Vergleich zum Spiel in Chorweiler Merhar. Richtig rund lief es allerdings in Bundesliga-Arena, in der der Gast das Gros der 350 Zuschauer stellte, nicht.

Die Abwehr ließ die Gastgeber zu sehr gewähren und sah am Ende oft schlecht aus. Vorne hielten Achim Jansen und Lutz Weßeling ihr Team zunächst im Spiel. 3:1 (5.) und 5:3 (9.) führte das Lochtenbergh-Team, erst allmählich kam die SGSH auf, ging durch einen Weßeling-Siebenmeter beim 6:7 erstmals in Führung (14.). Schön und gleichzeitig bitter, denn beim Herausholen des Siebenmeters war Florian Diehl wieder auf der lädierten Hüfte gelandet. Er versuchte es nach einer Pause noch einmal, doch es ging nicht mehr. Für ihn war das Spiel gelaufen.

SGSH erkämpft 22:19 beim HS Gummersbach/Derschlag II

Die SGSH brachte dies in die nächste Verlegenheit. Vorne stopfte Julian Mayer das Loch im Rückraumspiel, hinten aber war die auf 5+1 umgestellte Abwehr nun erst einmal vogelwild, fand gar keinen Zugriff mehr. Aus dem 6:7 wurde ein 12:9 (23.). Mit dem 14:12 zum Wechsel war die SGSH noch gut bedient. Mathias Grasediek hatte angesichts der personellen Entwicklung Alex Trimpop aus der Reserve nachtragen lassen. Die Abwehr stellte er bald auf ein 3:2:1-System mit Trimpop auf der vorgezogenen Position um. Diese Umstellung sollte der Schlüssel zum Sieg werden.

Nach dem Wechsel arbeitete die Abwehr nämlich viel effizienter, dazu kam, dass der ins Tor gekommene Nicholas Plessers an seiner alten Wirkungsstätte ein richtig gutes Spiel machte. Seine ersten Paraden – vor allem gegen Nico Blech – waren wie Wirkungstreffer in einem Boxkampf. Der Rückraum der Gastgeber wurde von Trimpop und seinen Nebenleuten hart bearbeitet und verlor zudem jedes Zutrauen in die eigene Stärke.

Dazu kam, dass die Derschlager sich unterm Strich nicht zu Unrecht über die Referees Marchlewitz und Stadtmüller echauffierten – 6:2-Zeitstrafen gegen den HS und 7:0-Siebenmeter für die SGSH waren Indizien, dass sie nicht ganz falsch lagen. Der SGSH reichte so jedenfalls eine allenfalls durchschnittliche Offensiv-Performance, um beim 15:15 (38.) erstmals auszugleichen und beim 16:17 (44.) erstmals wieder in Führung zu gehen. Bader glich postwendend aus, doch das war es erst einmal für die Hausherren. 14 Minuten lang blieben sie fortan ohne Tor.

In diesen 14 Minuten ließ auch die SGSH zwei Siebenmeter und viele weitere Chancen aus – zu vier Toren aber reichte es immerhin, so dass die Partie spätestens nach Jansens 17:21 (57.) entschieden war. Die Oberbergischen versuchten es noch mit einer offenen Manndeckung, doch die Gäste kamen nicht mehr in Bedrängnis. Sie brachten den Vorsprung sicher über die Zeit und feierten den vierten Sieg in Serie, haben nun erstmals in dieser Saison ein positives Punktekonto.

Beste HSGD-Schützen:  Brüning, Curcic, Veselinov, Blech und Bader (alle 3)
Beste SGSH-Schützen: Weßeling (9/3), Luciano (5), Mayer (4)

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