Maciej Dmytruszynski neuer Kapitän am Löh

Neuer Kapitän der SGSH: Maciej Dmytruszynski (links) feierte bereits am Samstagabend seinen „ersten Saisonsieg“...

Schalksmühle - Viel Schweiß, ein wenig erquickliches Unentschieden und ein überzeugender Sieg. Das war das Trainingslager-Wochenende für den Handball-Drittligisten SG Schalksmühle-Halver. Und es wurde nicht nur trainiert und gespielt, sondern auch gewählt. Ein neuer Kapitän zum Beispiel: Die Wahl gewann Maciej Dmytruszynski. „Mein erster Saisonsieg“, sagte der Pole und lächelte.

Von Thomas Machatzke

Ansonsten war Lächeln am Sonntagnachmittag nicht unbedingt angesagt, denn das Wochenende hatte sichtlich Kräfte gekostet. Schon der Samstag mit intensiven Einheiten hatte Spuren hinterlassen. Gut zu besichtigen im ersten Spiel:

SGSH – OSC Dortmund 26:26 (16:16): „Die Jungs hatten super schwere Beine, aber das ist keine Entschuldigung“, bilanzierte Trainer Mathias Grasediek, der vor allem im Defensiv-Bereich die nötige Laufbereitschaft vermisste, „16 Gegentore in einer Halbzeit gegen einen Verbandsligisten – das ist natürlich zu viel.“ Grasediek nahm’s auf seine Kappe. „Die Jungs brauchen immer neue Reize für solche Spiele, die habe ich wohl nicht gesetzt...“

Wie dem auch sei: In der ersten Hälfte tat sich der Gastgeber gerade gegen das Kreisläufer-Spiel über den kleinen, kompakten Edeling schwer und hatte – ohne die Dynamik Florian Diehls (beruflich verhindert) – auch Mühe gegen die 3:2:1-Abwehr des OSC. 16:16 zur Pause. Das gab deutliche Worte in der Kabine. Nach dem Wechsel – nun mit Skabeikis für Schür im Tor – blieb die SGSH elf Minuten ohne Gegentor (21:16), ließ aber weiter vorne zu viele Chancen aus. Bis zum 23:19 (50.) und 25:20 (53.) sah es dennoch nach einem Sieg aus. Dann aber folgte ein finaler 6:1-Lauf für die Gäste, mit dem Schlusspfiff gelang Edeling per Siebenmeter-Dreher das 26:26. Und irgendwie passte das ganz gut zu diesem Testspiel, das in der SGSH-Vorbereitung bisher das Streichergebnis ist.

Starke Abwehrleistung gegen RSVE Siegen

SGSH – RSVE Siegen 32:18 (19:10): Nach Teamabend im „Nöckel“ und weiteren Trainings-Einheiten am Sonntagmorgen bot der Abschlusstest des Wochenendes gegen die Eiserfelder eine gute Gelegenheit, die Eindrücke des Samstags ein bisschen zurechtzurücken. Das gelang dann auch ziemlich eindrucksvoll. Wie schon der SV Westerholt Mitte Juli musste auch das Sijaric-Team die Erfahrung machen, dass die besonders ambitionierten Verbandsligisten der SGSH in dieser Vorbereitung ganz besonders liegen.

Nach sieben Minuten nahm Mirza Sijaric die erste Auszeit – da stand es 7:1 für eine SGSH, die mit großem Engagement deckte und jede Möglichkeit zum Tempospiel nutzte. Beim 15:5 (23.) waren es erstmals zehn Tore Vorsprung, zur Pause immerhin noch neun (19:10).

Solch überzeugenden Halbzeiten folgen zumeist weniger überzeugende. Am Sonntag aber war die nicht so. Bis zum 28:13 (49.) verurteilte die massive SGSH-Defensive den Gast aus dem Siegerland zur Ratlosigkeit. Erst in der Schlussphase kam der Gast, der im kleinen Linkshänder Tristan Gräber (7) seinen besten Torschützen hatte, noch zu ein bisschen Ergebniskosmetik. Das aber störte die SGSH längst nicht mehr.

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