Der Reiz des Besonderen in der Westpress-Arena

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Angeschlagen nach Hamm: der neue SGSH-Spielmacher Matteusz Rydz.

Schalksmühle -  Es ist das erste echte Highlight der SGSH-Vorbereitung: Am Mittwochabend um 19 Uhr tritt das Grasediek-Team beim Zweitligisten ASV Hamm Westfalen an. Gespielt wird in der Westpress-Arena. In Hamm hat die SGSH schon häufig gespielt, in dieser schmucken Sportstätte, die erst 2008 erbaut wurde und 2500 Zuschauer fasst, aber noch nie.

Von Thomas Machatzke

In dieser Westpress-Arena ist ein gestandener Zweitligist zu Hause. Ein Jahr lang wurde hier sogar mal Bundesliga-Luft geschnuppert. Inzwischen zählt das Team von Kay Rothenpieler zumindest zum Establishment der deutschen Zweitklassigkeit. Und es ist ein Team mit vielen irgendwie Bekannten für die Gäste aus Halver und Schalksmühle. Die Keeper zum Beispiel: Dennis Doden machte der SGSH zuletzt im Westfalenpokalfinale im Gehäuse der HSG Lemgo II das Leben schwer, sein tschechischer Kollege Tomas Mrvka trug mal im Ahlener Trikot mit seinen Paraden einem Mitschuld an einem SGSH-Abstieg aus der Regionalliga.

Im Feldspielerkader finden sich Spieler aus der südwestfälischen Region wie der Hohenlimburger Sebastian Schneider oder der Meinerzhagener Marian Orlowski, aber mit David Wiencek und Joscha Ritterbach auch zwei Zugänge aus der Lemgoer Reserve, die ebenfalls gegen die SGSH im Pokal auf der Platte standen. Und dann ist der noch Ondrej Zdrahala – der feierte vor einem Jahr im Freundschaftsspiel am Löh sein Debüt im ASV-Trikot. Inzwischen ist der Spielmacher längst Kopf des Teams, zuletzt am Donnerstag im Test gegen Eintracht Hagen war es mit sieben Toren auch bester Schütze.

Den 35:23-Sieg der Hammer gegen Hagen wollten immerhin 220 Zuschauer in der Westpress-Arena erleben. So darf sich die SGSH eine Woche danach im Fernvergleich messen: Wie viele Zuschauern wollen das Spiel sehen? Wird die SGSH auch ein zehnminütige totale Torflaute erleben wie das Hepp-Team in Durchgang zwei? Reicht es am Ende vielleicht gar zu einem besseren Ergebnis?

Mathias Grasediek geht den Test mit Spaß und Vorfreude und doch sachlich nüchtern an. „In Hamm, beim Turnier in Hagen und dann eine Woche später in Hüttenberg – das sind für uns die Testspiele auf gehobenerem Niveau“, sagt er. Es ist die Art von Standortbestimmung, die ein Trainer sich bewusst aussucht – ohne dabei das Positive wie Negative überbewerten zu wollen.

Dmytruzynski und Rydz noch angeschlagen

Klare Vorgaben gibt es gleichwohl für den Abend. Die Hammer Zweitliga-Offensive soll das 6:0-System der SGSH auf Herz und Nieren prüfen. Zu gerne würde die SGSH auch einen Gegner von diesem Format vor Probleme stellen. Daneben wird es aber wohl auch einen Ausflug ins 3:2:1- oder 5+1-System geben. In der Offensive gilt eigentlich das Gleiche wie in der Abwehr. „Es geht darum, die Konzepte ganz genau auf den Punkt zu spielen“, sagt Grasediek, „nur dann hat man gegen so eine Abwehr eine Chance, ein Tor zu werfen.“

Mit Ausnahme von Dominik Formella wird der SGSH-Kader in Hamm wieder komplett sein. Matteusz Rydz ist leicht angeschlagen, Maciej Dmytruszynski merkt zwar noch die Nachwirkungen seiner Mittelohr-Entzündung – gerade ihn will Grasediek aber natürlich gerne unbedingt auf dem Parkett sehen in diesem Test. Denn eine Standortbestimmung ohne wichtige Eckpfeiler liefert am Ende womöglich dann doch ein allzu wenig aussagekräftiges Ergebnis.

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