Handball, 3. Liga West

Das SGSH-Hoffen auf das Restprogramm

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Auch die Fans der SGSH hatten am Samstag ihren Spaß - trotz der finalen Niederlage.

Halver - Dragan Markovic hörte sich nicht gut an zwei Tage nach der 24:25-Niederlage im Derby gegen den TuS Volmetal. Das lag aber weniger am Derby als vielmehr am Grippevirus, das dem Bosnier auf der SGSH-Bank bereits am Samstag pünktlich zum Spiel der Spiele Schüttelfrost beschert hatte.

„Es war ein tolles Handballspiel mit zwei ganz starken Mannschaften und einem überragenden Publikum, so macht Handball Spaß“, stellte der Mann aus Wetzlar kratzig fest. Was für die SGSH nicht so prima war, war das Ergebnis. Unter Abzug des Erlebnisfaktors war es unterm Strich kein guter Abend für die SGSH, denn die Luft im Abstiegskampf bleibt dünn, immerhin aber ist sie nicht dünner geworden als bisher. 

„Das Beste am Wochenende waren die Ergebnisse der anderen“, konstatierte auch Dragan Markovic. Die Soester hielten in Korschenbroich lange mit, gingen aber ebenso leer aus wie die Gummersbacher Reserve beim 30:31 daheim gegen Minden II. So hat die SGSH weiter zwei Zähler mehr als Gummersbach/Derschlag II und einen Zähler weniger als Soest. Mit der klaren Vorgabe, nach den nächsten sechs Spielen zumindest das Schlusslicht Habenhausen und diese beide Mannschaften hinter sich zu lassen, um das Minimalziel Klassenerhalt zu schaffen. 

Ein Freund der SGSH – und das macht den Verantwortlichen wie etwa dem 1. Vorsitzenden Ken Börner („Wir schaffen das trotzdem noch...“) Mut – könnte das Restprogramm mit Heimspielen gegen Longerich, Gummersbach II und Habenhausen sein. Dazu kommen Auswärtspartien in Aurich, Korschenbroich und Krefeld am letzten Spieltag. Allesamt Partien, in denen das Punkten nicht unmöglich scheint. Die Soester zum Vergleich haben es u.a. noch mit Fredenbeck (2.), Leichlingen (1.), Minden II (4.) und Neuss (6.) zu tun, dazu mit Varel und Lemgo II. Auf dem Papier dürften sie es schwerer haben. 

Lehren ziehen vor den letzten sechs Spielen

Darauf verlassen sollte sich die SGSH indes nicht. Unter Neu-Trainer Dragan Markovic ist ergebnis-technisch noch kein Aufwärtstrend erkennbar. Es stehen 2:8-Punkte in Serie zu Buche. In der Hinserie holte die SGSH gegen die selben fünf Gegner 6:4-Punkte. So gilt es, vor dem Longerich-Spiel die richtigen Rückschlüsse aus den vier Niederlagen zu ziehen, von denen zumindest drei nicht zwingend nötig waren. Ein Problem, mit dem die SGSH kämpft, sind dabei die Zeitstrafen, aber nicht das Hauptproblem. 

Auch das Derby gegen den TuS Volmetal hat zwei Erkenntnisse der letzten Wochen zementiert: Die Angriffsmaschinerie läuft deutlich besser, wenn in der Rückraum-Mitte ein Spieler wie Florian Diehl (alternativ auch der zuletzt dort weniger eingesetzte Malte Müller) die Fäden zieht. Drei klassische Shooter im Rückraum dagegen waren noch nicht durchschlagend erfolgreich. Dazu muss es darum gehen, die Stärken von Kristian Eskericic in der Offensive zu betonen und seine Schwächen zu kaschieren. Dazu könnte zählen, ihn in der Abwehr auf der Halbposition zu ersetzen. „Die Gegner schauen alle Video“, stellte auch SGSH-Kapitän Maciej Dmytruszynski am Samstagabend nach dem Derby fest, „wir stehen im Innenblock gut, aber was hilft es, wenn sie dann alle auf die Aktion auf der Halbposition spielen?“

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