Handball-Landesliga

Skabeikis sprengt die Meisterfeier

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Das Halinger Trainerduo Gutzeit/Maass in der Halbzeit im kleinen Krisengespräch.

Halver - Meisterfeier verschoben: Mit einem 32:30 (17:12)-Erfolg gegen den TV Westfalia Halingen hat die Reserve der SG Schalksmühle-Halver dem Landesliga-Spitzenreiter aus dem Nordkreis einen Strich durch die Party-Rechnung gemacht. Es war ein knapper, aber verdienter Erfolg für die SGSH, die im Hinspiel in Menden so böse unter die Räder gekommen war.

Vor allem war es ein denkwürdiger Handballtag an der Mühlenstraße: Mit drei Bussen war die Westfalia angereist. Aufgrund der großen Nachfrage hatte der Verein noch am Samstagmorgen einen dritten Bus nachgeordert. Schon beim Aufwärmen wurde gesungen, gab es Standing-ovations. Und die Gäste legten auch los wie die Feuerwehr (1:3, 4./2:4, 5.).

Doch die Halinger, sie hatten ihre Rechnung ohne einen Letten gemacht: Mareks Skabeikis, der im Hinspiel so unglücklich agierende Altinternationale im SGSH-Tor, fand in der Folge vor allem gegen Bichmann und Ammelt immer besser in die Partie. Und mit jeder Skabeikis-Parade wurden die Gäste nervöser, gewann zudem die SGSH-Defensive an Stabilität und begeisterte sich immer mehr an sich.

Luciano und Meisterjahn ragen in der Offensive heraus

Dazu kam, dass auch in der Offensive zwei Trümpfe der an diesem Nachmittag von Eckart Herzog gecoachten Hausherren stachen: Zum einen führte Marco Luciano in der Rückraum-Mitte exzellent Regie, hebelte mit Bodenpässen den Innenblock des TVH aus. Zum anderen traf Marcel Meisterjahn praktisch aus allen Lagen. So drehte die SGSH das Spiel und warf eine zur Pause absolut verdiente 17:12-Führung heraus. „Das war in der ersten Halbzeit unsere mit Abstand beste Defensiv-Leistung der Saison“, freute sich Herzog.

Auch nach dem Wechsel wehrte die SGSH den erwarteten Ansturm der Gäste ab. Mit kühlem Kopf in der Offensive lief für die Gastgeber bis zum 24:18 (43.) alles wie am Schnürchen. Dann streute Gästecoach Gutzeit mit einer doppelten Mahndeckung gegen Meisterjahn und Luciano Sand ins SGSH-Getriebe. Die Ordnung ging verloren, und Halingen hatte nun mit dem Mut der Entschlossenheit und den Fans im Rücken so viel Energie, dass die SGSH nicht nur wackelte - sie kippte. Beim 26:27 durch Bichmann (54.) war die Partie gedreht.

Die SGSH kommt nach 26:27 noch mal zurück

Es war die eigentliche Pointe der Partie, dass der Primus diesen Rückenwind nicht nutzte, um den einen noch fehlenden Punkt für die Meisterfeier einzusacken. Natürlich spielte es der SGSH nun in die Karten, dass die Gäste nach Wiggershaus’ 27:27 eine Zeitstrafe (Diederich) kassierten. Die SGSH durfte in Überzahl wieder in den aufgebauten Angriff, hatte Glück, dass Bichmann in Unterzahl nur den Pfosten traf. So legten Meisterjahn, Luciano und Lux zum 30:27 nach (59.). 

Auch deshalb, weil nun Skabeikis seine Leistung mit finalen und spielentscheidenden Paraden krönte. So feierte die SGSH ihre Leistung im allgemeinen und den Letten im Besonderen - und die Halinger Party, sie soll nun am nächsten Samstag im nächsten Topspiel gegen den Tabellenzweiten Westfalia Hombruch nachgeholt werden.

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