Dritter Sieg in Folger - aber:

Neue Verletzungssorgen bei den Handballern der SGSH

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Der etatmäßige Spielmacher lernt seinen Vertreter an: Christian Feldmann (links), der aufgrund seiner Schulterverletzung vier bis sechs Wochen ausfällt, am Rande im Gespräch mit Malte Müller.

Schalksmühle - Der dritte Sieg in Serie hat für zufriedene Gesichter gesorgt beim Handball-Drittligisten SG Schalksmühle-Halver. Sorgenfrei sind die Mienen bei den Verantwortlichen allerdings nicht, dafür ist die Verletztenliste im Team schon wieder zu lang.

Das 30:29 zum Auftakt des zweiten Saisondrittels hatte damit einiges gemein mit dem ersten Saisonspiel gegen die HSG Lemgo II. Mit dem Unterschied, dass die SGSH am Samstag am Löh ihren Vorsprung knapp ins Ziel rettete. Gegen Lemgo II hatte es Ende August in Halver nur ein Unentschieden gegeben nach einer Partie, die die SGSH ähnlich wie nun gegen Aurich lange dominiert hatte. Zweite Parallele: Rund ums Spielgeschehen ranken sich wie im August die Verletzten-Geschichten. „Das ist schon unglaublich“, schüttelte Trainer Mathias Grasediek den Kopf ob der Misere in dieser Spielzeit.

Mit Spielmacher Christian Feldmann rechnet der Coach frühestens wieder im letzten Spiel des Jahres gegen die HSG Lemgo II. „Obwohl man dann sehen muss, ob es da das Risiko lohnt“, sagt Grasediek. Die Verletzung des Schultereck-Gelenks, die sich Feldmann im Beachhandball-Einsatz auf Gran Canaria zuzog, hat sich inzwischen als Verletzung der 1. bis 2. Stufe herausgestellt. Von den drei Bändern, die das Gelenk halten, sind ein bis zwei angerissen oder gerissen. „Die Therapie ist die selbe“, sagt Grasediek, „vier bis sechs Wochen Pause bedeutet dies.“

Noch keine Diagnose bei Diehl und Müller

Problemfall zwei: Natko Merhar: Der schnelle Linksaußen klagt weiterhin über eine Schambein-Entzündung. Wenn es nach dem Willen des Kroaten ginge, würde er dennoch spielen. Sinnvoll aber ist das nicht. „So eine Verletzung kann sich hinziehen“, sagt Grasediek und verweist auf Fußballprofis wie Mario Götze – der Schütze des WM-Finaltores pausierte in Dortmund Monate lang aufgrund einer Schambein-Entzündung.

Dass Kristian Eskericic am Samstag aufgrund einer Zerrung geschont wurde, war da schon fast Nebensache. Andere frische Rückschläge rückten in den Fokus: Florian Diehl knallte derart wuchtig und unglücklich auf den Ellbogen, dass dieser direkt stark anschwoll. Die Diagnose stand gestern noch ebenso aus wie bei Malte Müller, dem OHV-Linkshänder Stancic kurz vor dem Ende im Offensiv-Zweikampf mit der Ferse auf den Zeh getreten war. Die Befürchtung ist nun, dass der Zeh gebrochen sein könnte. Auch hier wartet Grasediek noch auf die Rückmeldung von Teamarzt Carsten Lueg.

Am Sonntag geht es nach Gummersbach

So hat die SGSH nun dreimal in Serie gewonnen, hat am Samstag erstmals das Punktekonto wieder ausgeglichen, und auch im Umfeld ist Ruhe eingekehrt nach den turbulenten Tagen, doch vor dem Gastspiel am Sonntag beim HS Gummersbach/Derschlag II kann von echter Entspannung keine Rede sein angesichts der Handicaps auf dem personellen Sektor.

„Mal sehen, wer am Sonntag alles dabei sein wird“, sagt Grasediek, „in Gummersbach warten eine richtig gute erste Sechs und neue Aufgaben auf uns, gerade die Abwehr wird uns ganz anders fordern.“ Gegen die 3:2:1-Verteidigung der Oberbergischen ist kluge Strategie aus der Schaltzentrale von Nöten. Feldmann verletzt, seine gerade frisch eingearbeiteten Vertreter Diehl und Müller angeschlagen. Es bleibt spannend bei der SGSH.

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