Niederlage im Spitzenspiel

Tolle Aufholjagd und doch keine Punkte

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Knappe Niederlage in Krefeld: Maciej Dmytruszynski.

Krefeld - Es ist kein Einzelfall, eher die Regel: Duelle zwischen Handballern aus Halver und Schalksmühle und aus Krefeld sind keine normalen Handballspiele. Auch das Spitzenspiel vor 500 Zuschauern am Samstagabend in der Sporthalle Königshof passte in diese Reihe. Die SGSH unterlag dem Spitzenreiter 30:33 (14:18).

Von Thomas Machatzke

Diesmal war es die HSG Krefeld, der die Startphase gehörte. Genauer gesagt dauerte diese Startphase praktisch bis zur 25. Minute. 18:10 führte das Team von Trainer Olaf Mast zu diesem Zeitpunkt. Mast sprach später von einer sensationellen ersten Halbzeit seines Teams. Das stimmte auch. Mit ungeheuer viel Tempo, schlüssigen Angriffskonzepten und einer konzentrierten Entschlossenheit im Abschluss stand es schnell 7:3 (8.), bald 10:4 (11.) und schließlich 18:10. Es war die Phase, in der die beste Abwehr der Liga auf der Suche war - nach dem richtigen System. Die 3:2:1-Abwehr mit Marc Oberste auf der vorgezogenen Position war es nicht, die 5+1-Abwehr mit Jacek Wardzinski als Störspieler auch nicht. Es schien ein einseitiger Abend zu werden.

30:33-Niederlage der SGSH im Topspiel bei der HSG Krefeld

Dann aber fand der Gast eben dieses System, mit dem er den Primus ausbremste: Mathias Grasediek beorderte Müller und Wardzinski zur Manndeckung gegen Gentges und Pletz. Das zeigte Wirkung. Bis zur Pause kam die SGSH auf 18:14 heran, nach dem Wechsel hielt die HSG den Vorsprung mühsam bis zum 23:19 (41.), um dann die zweite torlose Phase der Partie einzustreuen. Waren es zwischen dem 18:10 und 19:15 neun Krefelder Minuten ohne Tor gewesen, so folgten nun weitere acht zwischen der 41. und 49. Minute. Das hing auch mit den Paraden von Mareks Skabeikis zusammen, aber auch damit, dass die Krefelder den Schlüssel nicht fanden. Die SGSH drehte das Spiel zum 23:25 (48., Dmytruszynski). "Da war Krefeld nervös, aber wir haben es nicht geschafft, diese Führung zu verteidigen. Das müssen wir uns ankreiden", sagte Mathias Grasediek später.

In der allgemeinen Hektik konterte die HSG zum 26:25 durch den ganz starken Pagalies. Nun stand die Partie spitz auf Knopf - bis zum 30:30 (Krüger, 58.). Ein Unentschieden wäre dem Spielverlauf wohl am ehesten gerecht geworden. Doch nach Schneiders 31:30 leisteten sich Dmytruszynski und Rydz zwei Fehlpässe. Dazwischen hatte Loschinski zum 32:30 getroffen. Bei nur noch 46 Sekunden auf der Uhr versuchte die SGSH es mit einer offenen Manndeckung, doch Krefelds Bester, Tim Gentges, machte 15 Sekunden vor dem Ende mit dem 33:30 alles klar.

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