Grasediek klagt: „Ein Jahr zum Vergessen“

Kampf um jeden Zentimeter Bewegungsfreiheit: Den Weg zu Kreisläufer Dominic Luciano fand die SGSH am Samstag nicht allzu oft. Zudem vergab der Deutsch-Italiener zweimal aus aussichtsreicher Position. Foto: Baankreis

Schalksmühle - Mathias Grasediek stellte zwar die positive Leistung seiner Mannschaft in den Vordergrund, die sich gegen die HSG Krefeld so teuer wie möglich verkauft hatte. Das 20:24 gegen die Rheinländer bedeutete für die Drittliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver dennoch ein negatives Punktekonto zur Saison-Halbzeit – zum ursprünglichen Saisonziel Platz sechs fehlen fünf Zähler.

Neben den reinen Zahlen sprach SGSH-Trainer Grasediek an einem Abend, der mit einer Schweigeminute für den verstorbenen Friedhelm „Charly“ Köpp begonnen und der Weihnachtsfeier der SGSH-Mannschaften geendet hatte, aber auch die Verletzungsmisere an als Ursache dafür, dass den Gastgebern an der Mühlenstraße in Halver die Alternativen fehlten. „Man kann natürlich verletzte Spieler verkraften, aber einen Florian Diehl können wir einfach nicht ersetzen. So hat uns in der zweiten Halbzeit auch die Spielgeschwindigkeit gefehlt – auch einmal in schnelle Kreuzbewegungen zu kommen und dann den Kreisläufer freizuspielen“, so der Diplom-Sportlehrer.

Dem Rückraum der Hausherren, speziell Malte Müller und Julian Mayer, gelang es nur 40 Minuten lang sehr gut, die Krefelder Hintermannschaft in Bewegung zu bringen und im richtigen Moment die Lücke fürs entscheidende Abspiel zu nutzen. Zudem „knackten“ Müller und Moritz Eigenbrodt den HSG-Abwehrverband je einmal mit Hochgeschwindigkeits-Slalomläufen.

Chancen in Überzahl nicht genutzt

Die Anspiele an den Kreis unterbanden die Rheinländer schließlich konsequent. „Es war die entscheidende Phase nach dem 20:21, da machen beide Mannschaften zehn Minuten lang kein Tor. Wir hatten Chancen, sogar in Überzahl, und lassen diese dann liegen“, blickte Mathias Grasediek zurück. Abschluss-Gelegenheiten für Lutz Weßeling und Co., zum Teil aus nur acht Metern, vereitelte aber Stefan Nippes. „Ich glaube, dass unsere Schüsse wirklich zum Teil nicht gut gewählt waren. Die Würfe am Schluss waren eher für den ersten Torwart Philipp Ruch bestimmt und nicht für Stefan Nippes. Er ist im flachen Bereich sehr stark.“

Diehl und Ruskov sollen im Januar zurückkehren

Die letzte Aufgabe des Jahres führt die Schalksmühler und Halveraner am vierten Adventswochenende noch zur HSG Lemgo II. Vom Kader her werde es kaum Verbesserungen geben, erwartet der SGSH-Trainer: „Ich hoffe, dass Todor Ruskov Ende Januar zum Kader stößt, Florian Diehl genauso. Was mit Christian Feldmann ist, kann ich noch gar nicht sagen. Wir spielen im Augenblick ohne gelernten Linksaußen und ohne gelernten Mittelmann. Man darf nicht die Augen davor verschließen, dass, wenn wir mit diesem Kader weiterspielen müssen, es unheimlich schwer wird. Da geht es dann auch ganz schnell gegen den Abstieg.“ Von daher ist für Grasediek das Saisonziel nicht mehr relevant: „2015 ist nicht nur für mich persönlich, sondern auch für den Verein ein Jahr zum Vergessen. Jetzt müssen wir gegen Lemgo die Kurve kriegen.“

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